Besuch aus Indien

 

Dickes Lob für die Gastfreundschaft 

Im Deutschunterricht der Q1 des Vestischen Gymnasiums treffen Aditya und Sayli aus Indien auf die Schüler Hannah Hoffer, Lynn Peper, Paulina Lisicka und Tim Pedina. Die Verständigung klappt auf Anhieb.

 

BOTTROP-KIRCHHELLEN.   27 Deutsch-Schüler und Studenten aus Indien besuchen das Vestische Gymnasium. Expraktikantin Rucha Valwade organisiert den Besuch.

Auf ihrer Europatour legte eine Delegation aus Indien einen Tagesausflug in Kirchhellen ein und besuchte das Vestische Gymnasium. Die 27 reisenden Deutsch-Schüler und -Studenten machten einen Rundgang durch das Schulgebäude und über den Schulhof. Sie besuchten den Deutsch- und Englischunterricht, um sich über das Schulsystem zu informieren. Schnell waren die Sprachbarrieren überwunden und die 13- bis 66-Jährigen kamen mit den lernenden Gymnasiasten ins Gespräch. Die Gruppe aus Pune tauschte sich aus, die Teilnehmer sprachen über die Reise, die sie bis zum 14. Mai noch in die Niederlande, die Schweiz und nach Russland führt. Den ersten Haltepunkt in Frankreich hat die indische Delegation bereits hinter sich.

„Die Europarreise erweitert den Blickwinkel. Die Studenten gewinnen eine neue, wichtige Perspektive, wenn sie die einzelnen Städte in den unterschiedlichen Ländern sehen“, sagt Gruppenleiterin Rucha Valwade, die Lehrerin für das Fach Deutsch in Indien ist. Die Reiseleiterin stattete dem Vestischen Gymnasium schon im vergangenen Jahr einen Besuch mit einer Studentengruppe ab. Sie hospitierte an der Schule für einen Monat im Jahr 2014. „Ich liebe die Menschen in Kirchhellen. Sie sind immer sehr zuvorkommend. Die Gastfreundlichkeit ist hier nicht vergleichbar“, schwärmt die Inderin.

Den 30-jährigen Aditya interessiert vor allem das Sozialleben in Deutschland. Er studiert und lehrt das Fach „Social Science“ (Sozialwissenschaften) in seinem Heimatland, er möchte auf der Städtetour die kulturellen Unterschiede besser verstehen. „Der Tag hilft mir sicherlich dabei“, so Aditya.

Sayli hat vor, irgendwann einmal in Deutschland als Übersetzerin zu arbeiten. Die 20-jährige Studentin interessiert vor allem die Sprache. Für sie ist der Schulbesuch an dem Gymnasium etwas Neues. Sie sagt: „Mir sind heute die starken Unterschiede im Bildungssystem aufgefallen.“ Reiseleiterin Rucha Valwade ergänzt: „Der Umgang mit den Schülern ist lockerer, hier wird zudem mehr Technik eingesetzt.“

Weitere neue Eindrücke gewann die Delegation bei dem Treffen mit zehn Kirchhellener Familien. Am Nachmittag waren die Besucher eingeladen, die deutsche Lebensweise im privaten Umfeld kennenzulernen.

aus: 4.5.2017 

Text: Maximilian Hulisz

Fotos: Thomas Gödde

 

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