Besuch im Friedensdorf

Fahrten

Besuch des Friedensdorfes der Pädagogikkurse der Q1 am 01.07.2019 in Oberhausen

Die Hintergründe

Vor den Sommerferien durften wir das Friedensdorf in Oberhausen besuchen.

Seit 52 Jahren werden junge Kriegsopfer aus hilfsbedürftigen Ländern nach Deutschland gebracht.

Der Grund für die Entstehung des Friedensdorfs war der Vietnamkrieg und seine gravierenden Folgen.

Das Friedensdorf wird durch Spenden und ehrenamtliche Ärzte sowie Helfer aufrechterhalten.

Aktuell sind rund 150 Kinder dort zu Hause, wo sie bis zur Genesung fernab von ihrer Familie leben. Nur durch verschiedene Hilfen von Krankenhäusern und dem Düsseldorfer Flughafen sind die Reisen in die Herkunftsländer der Kinder und die darauffolgenden Behandlungen möglich.

Auch ihr könnt die Kinder sowohl durch Geldspenden als auch durch Sachspenden unterstützen.

Weitere Informationen gibt es hier: https://friedensdorf.de/

 

Der Tagesablauf:

Am Anfang unseres Besuchs im Friedensdorf wurde uns die Geschichte des Dorfes erzählt. Außerdem haben wir bestimmte Regeln, die im Friedensdorf herrschen, abgesprochen, wie z.B., dass die Smartphone-Nutzung verboten ist. Die Handys sollen im Rucksack bleiben, damit die Kinder nicht auf den Gedanken kommen, ihre Eltern zu kontaktieren bzw. damit keine Bilder von den Kindern gemacht werden.

Anschließend haben wir einen Rundgang durch das Dorf gemacht, welcher mit weiteren Informationen gefüllt war. Dabei wurden wir von den ersten Kindern entdeckt und durch Winken freundlich begrüßt. Der Rundgang endete auf dem Dorfplatz, auf dem die Kinder täglich zusammenkommen und gemeinsam spielen. Jetzt hatten wir ca. 1 ½ Stunden Zeit, die Kinder besser kennenzulernen. Mit Seifenblasen, Wolle und Kreide konnten wir die Kinder schnell begeistern mit uns zu spielen, aber auch mit einfachen Dingen wie Schaukeln und Fußballspielen war die Aufmerksamkeit der Kinder schnell gewonnen. Dabei konnten wir Kinder unterschiedlicher Herkunft zum gemeinsamen Spielen bringen. Als die 1 ½ Stunden vorüber waren, ist es einigen Kindern sowie manchen von uns sichtlich schwergefallen, sich zu verabschieden. Kurz darauf folgte ein Treffen mit der Gruppe sowie der Leiterin, um offene Fragen zu klären. Anschließend gingen wir gemeinsam zum Mittagessen. Es gibt im Friedensdorf immer Essen, welches jede Kultur berücksichtigt, wie zum Beispiel Reis, welches Hauptnahrungsmittel in vielen Ländern ist. Nach dem Mittagessen haben wir einen Film über einen Jungen gesehen, welcher den kompletten Verlauf seiner Geschichte zeigte. Er umfasst seine Abholung von zu Hause bis hin zu seiner Rückkehr nach Hause. Außerdem ging es in dem Film um die generelle Arbeit des Friedensdorfes in armen Ländern und kriegsbesetzten Ländern und um die Auswahlkriterien für Patienten des Friedensdorfes. Am Ende haben wir letzte Fragen geklärt, Feedback gegeben und unsere Gedanken während des Aufenthalts gesammelt.

 

 

Eindrücke:

Als wir angekommen sind, waren wir zunächst sehr unsicher darüber, wie wir mit den Kindern umgehen sollen, da wir davon ausgegangen sind, wir würden die Kinder überfordern und stören, da sie uns als Zuschauer wahrnehmen würden. Allerdings wurden wir positiv überrascht und unsere Erwartungen übertroffen, weil die Kinder sehr offen und herzlich waren und von Anfang an auf uns zugegangen sind. Dadurch wurde nochmals deutlich, dass die Kinder, trotz dessen, was sie Schreckliches erlebt haben, glücklich sein können.

Außerdem waren die ehrenamtlichen oder angestellten Mitarbeiter sehr engagiert und es wurde deutlich, dass es sich hierbei um eine Herzensaufgabe handelt.

Wir alle nehmen von diesem ereignisreichen Tag mit, dass wir unseren Lebensstandard und die Qualität unserer Krankenhäuser usw. viel mehr wertschätzen sollten.

Zusätzlich wurde deutlich, dass man gar nicht so viel machen muss, um etwas zu erreichen.

Man kann Geld, Kleidung, Spielsachen und Kuscheltiere spenden, die auch sicher ankommen. Auch eine ehrenamtliche Arbeit oder ein Praktikum ist möglich, worüber man sich auch im Internet informieren kann.

Es war also ein inspirierender und gedankenanstoßender Tag!

 

Das sagen die Schülerinnen und Schüler:

,,Das Friedensdorf hat mir gezeigt, wie viel wir haben, aber nicht wertschätzen. Die Begegnung mit den Kindern hat mir am besten gefallen, denn sie zeigen, dass Lebensfreude trotz schwerer Verletzungen oder Schicksalsschlägen möglich ist, auch der Umgang untereinander hat mich berührt.’'

 

,, Zu Beginn machte ich mir Sorgen, dass die Sprachbarriere zu Missverständnissen führt oder die Kinder uns distanziert begegnen, diese Sorgen verschwanden jedoch, als wir die Kinder auf uns zu rennen sahen.’'

 

,, Vor dem Besuch wurde uns von den Krankheiten und Verletzungen erzählt und man machte sich Sorgen den Kindern falsch gegenüber zu treten, aber das war fast nicht mal möglich, weil sie sofort die Initiative ergriffen, um mit uns zu spielen."

 

,, Bei dem Besuch im Friedensdorf wurde schnell deutlich, dass die Mitarbeiter, die zu einem großen Teil aus Ehrenamtlichen bestanden, das Friedensdorf als Herzensangelegenheit betrachten. Mir war vorher auch nicht bewusst, wie viel Geld solche Organisationen benötigen und wie 'viel' sie bekommen. Einige von uns planen daher auch zu spenden oder ehrenamtlich zu helfen.“

Bericht: LK Pädagogik

 

Weitere Fotos gibt es hier.

 

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