Kraft in der Dorfmitte

 

Ministerpräsidentin besuchte den Markt auf dem Johann-Breuker-Platz

KIRCHHELLEN. Mehr Menschen als sonst schoben sich gestern über den sonnigen Johann-Breuker-Platz. Kein Superangebot und kein Popstar lockten so viele Kirchhellener vor die Tür. Es war die SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die die Kirchhellener einmal live sehen wollten.

Viele Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, ein Foto mit Hannelore Kraft zu machen. FOTO RN-FOTO SCHNEIDER

Es war immer gut zu erkennen, wo sich Hannelore Kraft gerade auf dem Marktplatz aufhielt. Denn eine große Ansammlung von Bürgern und Journalisten folgte ihr auf Schritt und Tritt. Eine Handvoll Bodyguards in grau-blauen Anzügen, sonnenbebrillt und mit Knopf im Ohr ließ die SPD-Politikerin nicht aus den Augen und achtete auf jeden, der sich ihr näherte.

Eine Traube von Jugendlichen folgte Hannelore Kraft und machte Fotos mit ihr. Sie gab den Schülern vom Vestischen Gymnasium, die den Auftrag hatten, die Politikerin mit Fragen zu löchern, Antworten. „Seit wann sind Sie in der SPD?“, wollte ein Junge wissen. „Mit Anfang 30 trat ich der Partei bei, weil ich mich zu dem Zeitpunkt über die Kindergarten-Situation ärgerte“, erklärte Kraft. Auch ältere Bürger konnten mit der Ministerpräsidentin über die Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik sowie über Flüchtlinge sprechen – wenn auch nur kurz.

Manche Kirchhellener kamen, um sich ein paar Tage vor der Wahl am Sonntag (14. Mai) über die Standpunkte der SPD-Politikerin zu informieren, aber auch, um die Stände der CDU, Grünen, FDP und AfD zu besuchen, die ebenfalls auf dem Marktplatz Präsenz zeigten.

„Ich bin nur gekommen, um die Stimmung aufzuschnappen“, sagte ein Kirchhellener, der schon weiß, welcher Partei er seine Kreuzchen schenken wird.

Rote Rosen

Immer wieder blitzten rote Rosen aus der Menschenmenge heraus, die die SPD an die Bürger verteilte. Ob Hannelore Kraft, die von ihrem Parteikollegen Thomas Göddertz, der kandidiert, mit diesem Besuch weitere Wähler gewinnen konnte, wird sich zeigen.

Frederike Schneider Dorstener Zeitung 12.05.2017

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