SZ online: Bäume pflanzen mit einer Suchmaschine

Bäume pflanzen mit einer Suchmaschine

 

Jede Suchmaschine verursacht Experten zufolge CO². Doch eine dänische Suchmaschine sorgt für einen Ausgleich.

 

Ecosia, so heißt die dänische Suchmaschine, welche 2009 in Kopenhagen zu der UN-Klimakonferenz online ging. Das eigentliche Ziel war es, Spenden für den WWF Deutschland zu generieren, womit ein Schutz-Programm im Amazonas finanziert werden sollte, doch im Laufe der Zeit wurde Ecosia zu einer der bedeutendsten grünen Suchmaschinen. Die Ecosia GmbH sitzt in Berlin und hat seit 2017 eigene Server, die mit erneuerbaren Energien angetrieben werden. Ecosia generiert wie jede andere Suchmaschine über Suchanfragen-Einnahmen, vor allem durch Werbung und Affiliatelinks. Das besondere an Ecosia ist, dass mehr als 80% der Einnahmen in Baumpflanzprojekte fließen. Laut Angaben von Ecosia verdienen sie 0,5 Cent pro Suche. Ein Baum kostet Ecosia etwa 22 Cent, dies wären etwa 40  Suchanfragen. Ecosia hat bis jetzt schon über 45 Millionen Bäume gepflanzt, dafür hat Ecosia schon über sechs Millionen Euro investiert, welche von über 7 Millionen aktiven Nutzern eingenommen wurden. Die Einnahmen gingen zunächst nur an den WWF, doch im Jahr 2013 begann Ecosia dann, verschiedene Baumpflanz- Projekte auf der ganzen Welt  zu unterstützen. Daraus wurden bis heute 20 Projekte auf der ganzen Welt, wie zum Beispiel das Aufforstungsprojekt in Spanien, welches die europäische Artenvielfalt schützen soll. Die Suchmaschine an sich ist transparent und Ecosia informiert ihre Nutzer regelmäßig über neue Projekte. Es werden außerdem keine Nutzerdaten gespeichert oder weitergegeben, was für hohe Anonymität sorgt. Bei Interesse gibt es auf ecosia.org genauere Angaben zu den Projekten.

 

Ein Bericht von Christian Langweg, 8c

 

« Zurück