SZ online: Habt ihr den Knall nicht gehört?

Eine Glosse von Aaron Grimm (8 C)

Jedes Jahr – am besten bereits ab dem 27. Dezember – starten die echten Feuerwerkfans ihre Probeperformance, die am 31. in ihrem Höhepunkt – dem Silvesterfeuerwerk – gipfelt.

Alle Kinder bekommen große Augen, wenn die Werbeflyer der Discounter im Briefkasten liegen, egal ob sie 8 oder 48 sind.

Na klar, viele verantwortungsbewusste Eltern verbieten ihren Kindern die großen Feuerwerkskörper. Sie dürfen diese schließlich nicht alleine kaufen und auch nur die kleinen, lustig sirrenden, heulenden oder puffenden Böller mit raus zum Spielen nehmen. Die großen, ohrenfellzertrümmernden Super-D-Böller zünden dann alle gemeinsam, der Papa zeigt wie es geht. Man will den Kindern ja nicht den ganzen Spaß verderben und sprengt sich besser selbst die Hand weg.

Wer denkt an Silvester eigentlich an die Menschen, die vor den Schrecken des Krieges geflohen sind und hier Sicherheit suchen. Na klar, ein Hinweis in der Zeitung bereitet schließlich vor. Dann kann man das Knallen der Böller auch als Kind gut von Kriegslärm unterscheiden.

Denken tun die Böllerwütigen dann schon eher an ihre geliebten Vierbeiner. Waldi und Rex möchte man den ohrenbetäubenden Stress schließlich nicht zumuten. Besser also, man fährt an den Waldrand. Dann stört der Müll und Raketenmatsch auch keine Anwohner. Der Wald wird doch im Frühjahr wieder geputzt, spätestens wenn dort wieder für den Umweltschutz demonstriert wird.

Traditionen sind uns Deutschen wichtig, egal ob 19,99€ für einen Weihnachtsbaum, ein preiswerter Weihnachtsbraten oder das Feuerwerk.

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