SZ online: Sollte das Böllern an Silvester wirklich verboten werden? Mehrheit fordert das Untersagen von Silvesterfeuerwerk

 

Sollte das Böllern an Silvester wirklich verboten

werden?

Mehrheit fordert das Untersagen von Silvesterfeuerwerk

von Milena Niewerth

 

Vor den Feiern zum Jahreswechsel wurde über den Sinn und Unsinn von Böllerei und die Feinstaubbelastung durch Feuerwerk diskutiert.

In der Silvesternacht 2018/19 wurden allein in Deutschland über 137 Millionen Euro nur für Böller ausgegeben.

8000 Menschen erleiden jährlich Verletzungen des Innenohres, viele Verbrennungen, Augenverletzungen und auch Todesfälle durch Feuerwerkskörper kommen vor. Verängstigte Tiere brauchen manchmal Monate, bis sie sich wieder angstfrei vor die Tür wagen.

An diesem Tag werden im Durchschnitt 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt, das ist so viel wie 17 Prozent der im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmengen eines ganzen Jahres. Um Tiere zu schützen, Müll zu verhindern, Geld zu sparen und die Feinstaubbelastung zu reduzieren, fordert die Umwelthilfe das Böllern in privaten Haushalten in Innenstädten zu untersagen.

Das Anzünden von Feuerwerkskörpern sollte außerhalb der Innenstädte stattfinden und nur den Profis überlassen werden. Auch so könnten sich alle Menschen an einem Silvesterfeuerwerk erfreuen, sagte der Geschäftsführer der Umwelthilfe, Jürgen Resch.

Laut einer Umfrage ist eine knappe Mehrheit dafür, dass das Zünden von Feuerwerkskörpern in deutschen Innenstädten verboten werden soll, jedoch muss dazu der Bund sein Sprengstoffgesetz ändern.

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