SZ online: Ungarnaustausch 2014

 

Erlebnisse aus Ungarn

Bericht über den zweiten Teil des Austauschprojekts

Nachdem wir am 24.09.2013 Besuch aus Ungarn empfangen hatten, war es am 28.03.2014 Zeit für unseren Besuch bei unseren Gastfamilien. Bei dem Gedanken, für eine Woche in einer  fremden Familie zu wohnen, war uns ganz schön mulmig. Da war es von Vorteil,  den ungarischen Austauschschüler zuvor bereits in Deutschland kennengelernt zu haben.

Am Tag der Anreise trafen wir uns um 14 Uhr an der Feuerwache in Kirchhellen. Die Vorfreude war groß und nach einem zweistündigen Flug und einer insgesamt dreistündigen Busfahrt kamen wir abends gespannt vor dem Lovassy László Gymnasium in Vestprém an, wo wir bereits von unseren Gastfamilien herzlich empfangen wurden. Anschließend lernte jeder für sich seine Unterkunft und die Gastfamilie kennen.

Unser Aufenthalt begann mit dem Familienwochenende, bei dem sich jede Familie selbst aussuchen konnte, was unternommen wird. Die meisten besuchten das sogenannte „Steinmeer'', eine große Wiese mit herausragenden Felsen, in denen sich Eidechsen tummeln. Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel waren die Sommerrodelbahn sowie der örtliche Zoo und die zahlreichen Restaurants und Pubs, welche die verträumte Kleinstadt besonders schön machen.

Am Montag fuhren wir deutschen Austauschschüler nach Budapest, der ungarischen Hauptstadt. Dort machten wir zunächst eine Stadttour und besichtigten einige Sehenswürdigkeiten, wie das Parlamentsgebäude. Im Anschluss durften wir noch ein wenig in kleinen Gruppen in der Innenstadt shoppen, bevor es zurück nach Vestprém ging.

Auch am vierten Tag strahlte die Sonne und wir hatten eine Temperatur von bis zu 25°C. Das perfekte Wetter für eine Bootstour auf dem türkis-blauen Balaton (Plattensee), welcher mit einer Fläche von 592km² der größte Binnensee ist. Zudem erhielten wir an diesem Tag einen Einblick in den ungarischen Unterricht. Dabei besuchten wir, je nach eigenen Fachwahlen, verschiedene sprachliche Fächer, wie Englisch, Französisch, Spanisch oder Deutsch. Uns fiel hierbei auf, dass die ungarischen Schüler im Vergleich zu den deutschen viel mehr durch mündliche als durch schriftliche Aufgabenstellungen lernen.

Der darauf folgende Tag war am anstrengendsten, denn drei Ausflugsziele standen auf dem Plan. Zu Beginn besichtigten wir eine alte Ruine, bevor es zur Pannonhalma Abtei weiter ging, welche seit dem Jahr 956 als Zentrum des Benediktinerordens in Ungarn bekannt ist. Abschließend wurden wir noch durch ein Planetarium geführt, bis wir letztendlich müde und entkräftet zurückgebracht wurden.

Noch erschöpft vom Vortag blieb am Donnerstag wenig Zeit für große Pausen, als wir zu einer Stadtrallye antraten. Jede Gruppe hatte einen Zettel mit Aufgaben, darunter ein Thema für ein eigenes Theaterstück und Fragen über die Stadt Vestprém, die wir zu Fuß erkunden sollten. Nachdem alle ihre Aufgaben gelöst hatten, besuchten wir am Nachmittag ein Porzellanmuseum, in dem wir die einzelnen Schritte der Herstellung gezeigt bekamen.

An unserem letzten Tag in Ungarn empfing uns morgens der Bürgermeister im Rathaus und anschließend kehrten wir in die Schule zurück, um unsere Theaterstücke sowie die Ergebnisse der Stadtrallye zu präsentieren. Abends hatten wir noch eine kleine Abschlussfeier, bei der  wir uns beim geselligen Zusammensitzen langsam voneinander verabschiedeten, bevor wir uns am nächsten Morgen um 3 Uhr zur Heimreise versammelten.

Aus meiner Perspektive lässt sich abschließend sagen, dass sich der Austausch wirklich gelohnt hat. Man lernt viele neue Leute kennen, von denen man einige bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen hat, und der Austausch bietet eine gute Gelegenheit, die englische Sprache zu verbessern. Ich bin froh, diese Gelegenheit genutzt zu haben, und würde es jedem empfehlen.

 

Jana Motz, EP

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