SZ-online/ZEUS-Projekt: Der Weg zum Offizier

 

Reportage Lilian Kellerhaus, Klasse 8a vom 07.04.2016

 

Der Weg zum Offizier

 

Steven Bühnemann erzählt, wie er zu der Bundeswehr

gekommen ist

 

 

München. „Es ist eine Entscheidung, die ich nie bereuen werde...“, das sagt der 20-jährige Offiziersanwärter Steven Bühnemann. Schon in der sechsten Klasse hatte er sich überlegt, zur Bundeswehr zu gehen. Die Geschichten, die sein Onkel ihm voller Spannung erzählt hatte, machten ihn noch neugieriger auf den Beruf. Kameradschaft unter den Soldaten und der Zusammenhalt imponierten ihm noch mehr. Als er dann auch noch herausgefunden hatte, dass er neben seiner Zeit in der Kompanie auch ein Studium machen könnte, bewarb er sich um ein Beratungsgespräch bei der Bundeswehr in einem Karrierecenter, welche überall im Land verteilt sind.

Er wurde dann zu einem zweieinhalbtägigen Eignungstest in das Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr in Köln eingeladen. In den Bereichen Gruppendiskussion, Planspiele, Mathematiktests und einer ausgiebigen Sporteignungsprüfung wurde er genauer unter die Lupe genommen sowie in intensiven Gesprächen beobachtet und direkt für die Offizierslaufbahn mit integriertem Studium an der Universität der Bundeswehr zugelassen. Die Altersobergrenze liegt bei 29 Jahren.

Nach drei Monaten Grundausbildung begann Steven Bühnemann dann voller Vorfreude einen Ausbildungslehrgang im Offiziersanwärter-Bataillon des Heers in Würzburg, wo er noch ein weiteres Mal die militärischen Grundlagen kennen lernte. Darauf folgte ein ziemlich anstrengender Offizierslehrgang, der sich über drei Monate erstreckte, sowie ein dreimonatiges Truppenpraktikum. Wer noch nicht so gut in Fremdsprachen war, wurde auch dort weitergebildet.

Wer dann noch studiert wie ich, macht neben seinen normalen Aufgaben Studiengänge, in meinem Fall im Bereich der Bildungswissenschaft. Nach drei Jahren ist man fertig und macht ein zehnwöchiges Pflichtpraktikum in einer zivilen Organisation. Ich werde mein Praktikum am Goethe-Institut abhalten und meine Ferien in der Truppe verbringen.“

erklärt Steven Bühnemann, der sich als angehender Offizier des Truppendienstes für 13 Jahre verpflichtet hat.

Während des Studiums wohnt er zusammen mit anderen Soldaten auf dem Campus. Wenn sein Studium abgeschlossen ist, wird Steven Bühnemann zunächst einen erneuten dreimonatigen und dann einen einjährigen Offizierslehrgang durchlaufen. Als anerkannter Offizier wird er in der Panzergrenadier-Truppe arbeiten und andere junge Soldaten ausbilden.

Er sagt, es seien zwar anstrengende und meist nervenaufreibende Tage, doch auch als Langschläfer gewöhne man sich nach ein paar Monaten an das Wecken um 05:45 Uhr.

 

 

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