Ausbildungskonzept für Lehramtsanwärter/innen am VGK

Name:Korte, Birgit - KOR
Faecher: Englisch
Sozialwissenschaften
Weitere Aufgaben: Fachvorsitz Politik/Sozialwissenschaften
Ausbildungsbeauftragte
Mitglied des Lehrerrats
VGK-Flyer
Email: korte(at)vestisches-gymnasium.de
Frau Korte
Name:Lauderbach, Andreas - LAU
Faecher: Deutsch
Biologie
Physik
Weitere Aufgaben: Mitglied des Lehrerrats
Sammlung Physik
Hospitationsprogramm 'Schulen-Partner der Zukunft'
Ausbildungsbeauftragter
Beisitz Förderverein VFF
Email: lauderbach(at)vestisches-gymnasium(dot)de
Herr Lauderbach
Name:Rode, Andreas - RO
Fach1: Biologie
Fach2: Sozialwissenschaften
Weitere Aufgaben: Ausbildungsbeauftragter
BISS-Projekt
SV-Lehrer
Ich-kann-was-Abend
Email: rode(at)vestisches-gymnasium.de
Herr Rode

 

 

Die Ordnung für den Vorbereitungsdienst und die Staatsprüfung (OVP) regelt die zweite Phase der Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen und legt die verbindlichen Ziele des Referendariats fest. Unsere Schule befindet sich zurzeit in einer Übergangsphase der Lehrerausbildung, denn während der Jahrgang 11/15-4/17 die Ausbildung noch nach der OVP vom 1.4.2011 durchläuft, gilt für den Jahrgang 11/16-4/18 nach der Novellierung des Lehrerausbildungsgesetzes und dem Inkrafttreten von Änderungen der Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung (April 2016) das neue Kerncurriculum.

Das neue und landesweit für die Lehrerausbildung verbindliche Kerncurriculum unter der Leitlinie „Vielfalt als Herausforderung annehmen und als Chance nutzen“ strukturiert die Ausbildung im insgesamt achtzehnmonatigen Vorbereitungsdienst. Die im Kerncurriculum für die fünf verschiedenen Handlungsfelder aufgeführten Kompetenzen und Standards beschreiben dabei die Kompetenzerwartungen zum Ende der Ausbildungszeit. Sie bilden damit die Grundlage für die z.Zt. noch in Arbeit befindliche Neuformulierung des Ausbildungsprogramms des ZfsL in Gelsenkirchen, das in Zusammenarbeit mit den für die schulische Ausbildungsberatung zuständigen Ausbildungsbeauftragten der Schulen erarbeitet werden soll. Ziel wird es sein, die Ausbildung in den Seminaren und in der Schule bestmöglich aufeinander abzustimmen.

 

Ausbildungsbeauftragte

Eine wichtige Rolle bei der Ausbildung in der Schule übernehmen die Ausbildungsbeauftragten (zur Zeit: Frau Korte, Herr Lauderbach, Herr Rode). Diese fördern im Auftrag der Schulleitung zum einen eine stabile und qualitätsorientierte Zusammenarbeit zwischen Schule und ZfsL. Dies geschieht durch abgestimmte Ausbildungsaufgaben, vergleichbare Beratungskonzepte und die Anwendung übereinstimmender Beurteilungsmaßstäbe in der Ausbildung. Des Weiteren gehört die Koordination der Lehrerausbildung innerhalb der Schule, die Beratung der Schulleitung sowie die ergänzende Beratung und Unterstützung der Lehramtsanwärter und Lehramtsanwärterinnen zu den Aufgaben. Zu diesem Zweck werden diese jeweils einer/m Ausbildungsbeauftragten für die persönliche Betreuung während der Ausbildungszeit zugeteilt. Zuteilungskriterium ist neben der annähernd gleichen Verteilung auf die eingesetzten Ausbildungsbeauftragten die Überschneidung oder Affinität der unterrichteten Fächer von Ausbildungsbeauftragten und Lehramtsanwärtern, um die Referendare so individuell wie möglich auf ihrem Weg begleiten zu können.

 

Phasen der achtzehnmonatigen Ausbildung

Die Gesamtausbildung erfolgt in drei Ausbildungsabschnitten und steht unter den Leitbegriffen Orientierung, Professionalisierung undKonsolidierung. Im ersten Ausbildungsabschnitt konzentrieren sich die Aufgaben der Ausbildungsbeauftragten in enger Kooperation mit der Schulleitung und den Fachlehrerinnen und -lehrern vornehmlich auf Aspekte, die die Studienreferendare/innen auf den selbstständigen Unterricht vorbereiten. Im zweiten Abschnitt verlagern sich die Aspekte des Begleitprogramms auf die Möglichkeiten der Hilfestellung bei der Durchführung des selbstständigen Unterrichts und die individuelle Betreuung und Beratung in konkreten Belastungs- und Konfliktsituationen. In der letzten Phase der Ausbildung werden notwendige individuelle Beratungshilfen und Unterstützung bei der Vorbereitung auf die Durchführung der unterrichtspraktischen Prüfungen und das Kolloquium im II. Staatsexamen angeboten.

1.    Einführungsphase (ca. 3 Monate): Orientierung

In dieser Phase werden die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter gezielt auf den selbstständigen Unterricht in der zweiten Phase vorbereitet. Nach einer Intensivphase unter Leitung der Seminarleiter/innen lernen sie die Ausbildungsschule kennen und beginnen sogleich mit fachbezogenen Hospitationen (drei bis fünf Tage), damit sie möglichst viele Lerngruppen und Fachlehrerinnen und Fachlehrer kennenlernen. Dieser ersten Woche in der Ausbildungsschule kommt eine besondere Bedeutung zu, denn es ist das Anliegen der Schule, den Lehramtsanwärtern und Lehramtsanwärterinnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie willkommen sind und erwartet werden. Wichtig ist, dass die jungen Kollegen und Kolleginnen die Schulleitung, die Ausbildungsbeauftragten und die Fachlehrer/innen als Ansprechpartner erfahren, an die sie sich mit Fragen und Unsicherheiten werden können. Die Einführungswoche soll Raum geben, immer wieder nachfragen und sich rückversichern zu können. Nach der ersten Woche erstellen die Lehramtsanwärter und –anwärterinnen dann (unterstützt von den Ausbildungsbeauftragten) einen persönlichen Stundenplan und beginnen mit dem Unterricht unter Anleitung.

In dieser Ausbildungsphase (in der Regel in den ersten sechs Wochen) findet auf der Grundlage eines Unterrichtsbesuches, an dem die Kernseminarleiterin bzw. der Kernseminarleiter und die/der zuständige Ausbildungsbeauftragte teilnehmen, findet ein Eingangs- und Perspektivgespräch statt. Es findet in einem benotungsfreien Rahmen statt und dient der Bestandsaufnahme der bereits erreichten berufsbezogenen Kompetenzen und der individualisierten Ausbildungsplanung.

2.    Hauptphase (ca. 12 Monate): Professionalisierung

Die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung der Referendarinnen und Referendare beträgt 14 Wochenstunden à 45 Minuten (entspricht 9-10 Unterrichtseinheiten à 67,5 Minuten). Davon entfallen neun Wochenstunden à 45 Minuten (entspricht 6 Unterrichtseinheiten à 67,5 Minuten) auf den selbstständigen Unterricht, die restlichen Stunden auf den Unterricht unter Anleitung. Der selbstständige Unterricht erstreckt sich über zwei vollständige Schulhalbjahre. Bei der Unterrichtsverteilung wird auf den Einsatz in beiden Fächern sowie in beiden Sekundarstufen geachtet.

In dieser Phase sind die Ausbildungsbeauftragten bemüht, an möglichst vielen der verpflichtenden Unterrichtsbesuche der Lehramtsanwärter und –anwärterinnen (incl. Nachbesprechungen) teilzunehmen, damit die Ausbildungsbeauftragen am Ausbildungsbedarf der Lehramtsanwärter und –anwärterinnen orientiert beraten, auf Zuständigkeiten verweisen und Ansprechpartner(innen) vermitteln können. Darüber hinaus stehen die Ausbildungsbeauftragen den Lehramtsanwärtern und –anwärterinnen auf Wunsch auch für weitere Unterrichtsbesuche im eigenständigen Unterricht zur Verfügung, um ihnen z.B. kontinuierlich Feedback über die Entwicklung bestimmter Bereiche geben zu können.

3.    Prüfungsvorbereitung (ca. 3 Monate): Konsolidierung

Im Zentrum der letzten Ausbildungsphase steht die Vorbereitung auf die zweite Staatsprüfung, so wird beispielsweise von den Lehramtsanwärtern und –anwärterinnen der Verlauf des Kolloquiums am Beispiel ihres gewählten Themas simuliert. Auch die Organisation dieses Tags wird durchgesprochen und in der Gruppe der Lehramtsanwärter und Lehramtsanwärterinnen gemeinschaftlich geplant. Im Anschluss an die zweite Staatsprüfung steht neben dem Praktikum zur Einsichtnahme in Aufgaben anderer Schulformen oder Schulstufen die Vorbereitung auf die ‚schulscharfen‘ Bewerbungsverfahren auf dem Ausbildungsprogramm.