Selbstlernzentrum

Seit Beginn des Jahres 2008 verfügt das Vestische Gymnasium über ein Selbstlernzentrum, denn Individualisierung des Lernens 

braucht Selbstständigkeit. Es geht darum, Schülerinnen und Schüler vom selbsttätigen Lernen (bei dem sich der Schüler oder die Schülerin aktiv, methodisch und organisatorisch angeleitet mit einem vorgegebenen Gegenstand auseinandersetzt) über das selbst organisierte Lernen zu führen, das die eigenständige Strukturierung und Bearbeitung einer gestellten Aufgabe beschreibt, bis hin zu weitgehend selbstbestimmtem Lernen (Schülerinnen und Schüler wählen, wie z. B. bei der Facharbeit, in eigener Initiative den Gegenstandsbereich, definieren die Fragestellung und legen selbst die passende Methode fest, mit deren Hilfe sie den Gegenstand aufbereiten).

Dementsprechend streben wir eine Lernumgebung an, die durch ein vielfältiges Anregungspotenzial die Schülerinnen und Schüler stimuliert, eigene Fragestellungen zu entwickeln. Daneben geht es jedoch auch um fest definierte Arbeitszonen für das Recherchieren, das Bearbeiten von Informationen und 

die Kommunikation bzw. Präsentation von Ergebnissen. Dem Prozess des selbstständigen Lernens wird durch räumliche Strukturen ein klarer Rahmen gegeben. Dieses ist im Selbstlernzentrum realisiert.

Selbstständiges Lernen muss frühzeitig erlernt werden. Ab der Jahrgangsstufe 5 wird an unserer Schule selbstständiges Lernen systematisch im Unterricht angebahnt und ausgebaut – nicht zuletzt durch Freiarbeitsklassen sowie die konzeptuelle Einbindung von Lern- und Arbeitstechniken (kurz LAT genannt), die in Form einzelner Bausteine an verschiedene Unterrichtsfächer angebunden und fest im schulinternen Lehrplan verankert sind. Auf der Oberstufe mündet dies, wie oben erwähnt, in ein gezieltes Methodentraining.

Am Vestischen Gymnasium steht das Selbstlernzentrum in engem Zusammenhang mit dem schulischen Alltag: Es kann sowohl für unterrichtliche Aufgaben, Vorbereitungs- wie auch Nachholarbeiten oder die Arbeit an Projekten (z. B. FacharbeitenDrehtürprojekte bei der Begabungsförderung) aufgesucht als auch für die Durchführung individueller ‚Angleichkurse’ (z. B. in der EP bei der Rückkehr von einem Auslandsaufenthalt, für Seiteneinsteiger) genutzt werden.

Damit erhalten Schülerinnen und Schüler im Selbstlernzentrum Gelegenheit, sich in neue Sachverhalte einzuarbeiten, zu bekannten Themen zusätzlich zu arbeiten und zu üben (z. B. Zusatzübungen in der Mathematik, zur Grammatik in den Sprachen) oder auch individuelle Lücken zu schließen.

Dabei eröffnet das Selbstlernzentrum nicht nur die curriculare Anbindung an den Unterricht, sondern auch im Anschluss an den Unterricht die Durchführung weiterführender Unterstützungs- und Fördermaßnahmen.

 

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