Qualitätsentwicklung und -sicherung               

Schulentwicklungsmaßnahmen 2018/19
Qualitätsanalyse 2012
Qualitätsanalyse 2018

 

Notwendigkeit der Überprüfung schulischer Vorgänge

Bildung ist eine öffentliche Angelegenheit. In einer demokratischen Gesellschaft bedeutet dies, dass sich die Bildungspolitik und die Bildungseinrichtungen einer Überprüfung ihres Handelns und ihres Leistungsvermögens stellen müssen. Der Staat, die Gesellschaft und auch die einzelnen Beteiligten (Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte und erweitertes Personal), deren Zufriedenheit ein wesentliches Ziel der Qualitätsanalyse ist, erwarten hier zu Recht Offenheit. Die Diskussion über die Einführung evaluativer Verfahren im Bildungsbereich muss deshalb geführt werden.

So wie zunehmend in allen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereichen Evaluation und Qualitätskontrolle stattfinden, muss sich auch das Schulwesen dem öffnen und deren qualifizierte Weiterentwicklung vorantreiben. Eine regelmäßige Überprüfung des Wirkungsgrades von Schule und Unterricht ist politisch und auch pädagogisch geboten; sie hilft, Qualität zu sichern und auf der Basis verlässlicher Daten diese auch weiter zu erhöhen.

Zudem gebieten die Grundsätze der Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse und der Gleichheit vor dem Gesetz eine transparente schulische Qualitätskontrolle und eine vergleichbare Definition von Bildungsstandards. Die gleiche Behandlung vor dem Gesetz (vgl. Grundgesetz Artikel 2) ist aber eingeschränkt, wenn uneinheitliche Anforderungen zu nicht vergleichbaren Abschlussnoten führen.

 

Messbarkeit schulischer Lern- und Erziehungsprozesse

Verlässliche Kriterien für eine umfassende und allgemein gültige schulische Qualitätskontrolle gibt es nicht. Nicht alle Bildungsvorgänge sind "operationalisierbar", das heißt, schulisches Geschehen kann nur unter erheblichen Abstrichen an einem umfassenden Bildungsauftrag so definiert werden, dass es messbar ist. Viel Schulisches, das im Dienste der Persönlichkeitsbildung steht, ist nicht überprüfbar. Wegen des Messens bzw. des Nicht-Messen-Könnens auf solche Prozesse zu verzichten, liefe jedoch auf eine drastische Verarmung der Bildung hinaus. Was Heranwachsende in der Schule innerhalb und außerhalb des Unterrichts implizit mitlernen, etwa im sozialen Bereich, und was sie an kultureller Prägung erfahren, macht einen zentralen Bereich der Persönlichkeitsbildung aus, der schwieriger, aber nicht unmöglich zu bewerten ist.  

Zudem gilt es grundsätzlich zu bedenken, dass eine Evaluation nur eine begrenzt objektive Aussagefähigkeit hat, da jede Befragung oder Datenerhebung Zufälligkeiten und Subjektivitäten (Wertungskategorien, persönliche Erwartungen) enthält und eine Momentaufnahme darstellt. Auch besteht das Problem der Zielgenauigkeit: Die Datenerhebung kann nur aussagefähig sein, wenn die Zielbestimmung, die Indikatoren, die Erhebungsmethode und die Auswertungsschlüssel aufeinander abgestimmt sind. Das bedeutet, dass zuverlässige Evaluationen professionell unterstützt und betreut werden müssen.

 

Fachliche Leistung als Kriterium

Das wesentliche Kriterium für die Qualität von Schule ist der Unterricht. Was diesem dient, ist zu entwickeln und zu stärken. Die Qualität des Unterrichts ist daran zu bemessen, wie viel Kinder und Jugendliche nachweislich lernen. Der Unterricht muss dabei so gestaltet sein, dass er problemorientiert einen Lernzuwachs durch die Unterstützung eines aktiven Lernprozesses mittels unterschiedlicher Sozialformen, schülernaher Medien und Arbeitsmittel sowie in angenehmer Lernatmosphäre garantiert. Individuelle FörderungBeratung sowie über den Unterricht hinausgehende Betreuung sollen ferner unterstützend wirken.

Das Schulwesen hat somit die Aufgabe,

  •   konkrete Fertigkeiten und konkretes Wissen zu vermitteln sowie
  •   den Erfolg dieses Bemühens zu untersuchen.

Das setzt Verbindlichkeit in den Bildungszielen und in den zentralen Bildungsinhalten voraus. Der Verzicht auf fachliche Kompetenz und damit auf konkrete Inhalte zu Gunsten der Förderung von personalen Kompetenzen (Selbstvertrauen, Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, soziales Engagement, Toleranz, Konfliktfähigkeit) und Schlüsselqualifikationen (Leistungsbereitschaft, Konzepte für Lernstrategien, Teamarbeit, Kommunikationskompetenz) ist ein Irrweg, denn die sog. extrafunktionalen Qualifikationen sind nur auf der Basis konkreter Fächer und konkreter Curricula, in denen die inhaltlichen Schwerpunkte samt ihrer Standards und Kompetenzen festgelegt sind, vermittelbar.

Je konkreter und verbindlicher die Inhalte, desto exakter messbar sind die Lernabläufe und die Lernerfolge. Der Überprüfung der objektivierbaren Fachleistung durch ein Leistungskonzept für die Schule und für jedes Unterrichtsfach (vgl. Fächerseiten der Homepage), in dem Leistungsanforderungen und –bewertung festgeschrieben sind, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Diese Überprüfung hat einen hohen Wert im Sinne der Rückmeldung, der Mahnung bzw. der Ermutigung für die einzelnen Lernenden. Zugleich liefert sie im Sinne interner Evaluation den Lehrenden Resultate ihrer unterrichtlichen Bemühungen.

Große Aussagekraft im Sinne einer Standortbestimmung einer Schule, einer Klasse oder eines Kurses hat darüber hinaus das Ergebnis einer zentralen Prüfung. Deshalb überprüft das Vestische Gymnasium konsequent seine Ergebnisse in den Lernstanderhebungen (LSE 8) sowie in den zentralen Prüfungen (LP 10, Zentralabitur) im Vergleich zu landesweiten Referenzwerten (Externe Evaluation). Ferner dienen die verbindlichen Lehrpläne (mit Pflicht- und Wahlmodulen), professioneller Fachunterricht und zentrale Klassenarbeiten der Sicherung von Unterrichtsstandards.

 

Mitwirkung aller Beteiligten

Evaluationen (schulintern durch „SEIS – Selbstevaluation in Schule“[1] und „Schule atmosfairisch“[2]) haben eine dienende Funktion für bestimmte Ziele und damit verbundenen zukünftigen Aufgaben für Schulen. Sie dienen in erster Linie dem Ziel der Analyse und der Verbesserung der Unterrichtsqualität. Evaluation muss deshalb als ein Instrument der Qualitätssicherung verstanden werden und stellt damit einen wesentlichen Baustein von Schulentwicklung dar. Evaluation ist also permanente Aufgabe einer jeden Einzelschule. Das heißt: Jede Lehrkraft, jede Fachschaft, jedes Lehrerkollegium und jede Schulleitung sind aufgefordert, die Wirksamkeit und den Erfolg des eigenen Handelns kontinuierlich zu reflektieren und durch Weiterentwicklung der beruflichen Kompetenzen sowie Kooperation zu verbessern. Die Schulleitung hat dabei die Aufgabe, zur Evaluation anzuregen, vorhandene Evaluationsansätze zu koordinieren, auf die Umsetzung von konkreten Ergebnissen zu achten sowie die Dokumentation des Schulentwicklungsprozesses und der Evaluationsergebnisse einzufordern. Als individuelles Instrument der Schulleitung kommt insbesondere das Mitarbeitergespräch in Betracht. Deshalb sind sowohl die Rolle und Kompetenz der Schulleiter als Berater wie auch als Vorgesetzte zu stärken.

Gute Schulen gibt es bei guten Schulleitern und dort, wo sich Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern in grundlegenden Zielen des Lernens und Arbeitens, bezüglich des Lebensraumes Schule (Gewaltprävention, Maßnahmen gegen Vandalismus, Sauberkeit) und des sozialen Klimas (Umgangsformen, Identifikation mit der Schule) einig sind. Eine Partizipation von Schülerinnen und Schülern sowie von Eltern am Evaluationsprozess ist damit nicht nur denkbar, sondern geradezu wünschenswert. Für diese Mitwirkung kommen folgende Verfahren in Frage:

  • Beratungsgespräche mit Schülerinnen und Schülern sowie mit Erziehungsberechtigten bzw. deren Vertretern;
  • schriftliche Befragung von Schülerinnen und Schülern sowie von Erziehungsberechtigten zur Einschätzung bestimmter schulischer Strukturen und Abläufe;
  • Bildung von Arbeitsgruppen (Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte) zur Interpretation der Evaluationsberichte, zur Festlegung der Handlungsfelder sowie zur Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung, die sich aus den o. g. Evaluationen ergeben.

Die rechtliche und die pädagogische Verantwortung des Lehrerkollegiums und der Schulleitung darf dadurch nicht eingeschränkt werden.

Am VGK gibt es neben der erweiterten Schulleitungs-Runde und dem Lehrerrat ferner eine Steuergruppe, die auf Mandat der Lehrerkonferenz Prozesse zur Schul- und Unterrichtsentwicklung plant, koordiniert, organisiert und strukturiert. Basis für die Mitgliedschaft einer Kollegin / eines Kollegen in dieser Steuergruppe ist einerseits eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Schulleitung, andererseits das Interesse an einer „Vogelperspektive“, d. h. einer systemischen Gesamtsicht auf die eigene Schule. Dabei akzeptiert das Kollegium die einzelnen Mitglieder dieser Steuergruppe als Repräsentantinnen bzw. Repräsentanten und gibt ihnen Rückendeckung.

Ein weiteres Gremium, welches (in Absprache mit der Steuergruppe) sowohl Schulentwicklungsarbeit leistet als auch den Stand derselben im Schulprogramm-Skript und auf der Homepage dokumentiert, ist die Schulprogrammgruppe. Mitglieder sind neben der Schulleitung und Vertreterinnen und Vertretern aus dem Kollegium auch Eltern sowie Schülerinnen und Schüler. Die Schulprogrammgruppe deckt ‚Lücken‘ in der Entwicklungsarbeit auf, erarbeitet und diskutiert Ideen zur Weiterarbeit oder widmet sich konkret einzelnen Entwicklungsprojekten.

Zusätzliche, professionelle Unterstützung, zum Teil von außen, ist bei Evaluationsprozessen häufig nötig und muss dementsprechend von den jeweiligen Schulaufsichtsbehörden ermöglicht werden.  

 

Evaluation

Selbst- und/oder Fremdevaluation ersetzt keineswegs die staatliche Kontrolle.

Evaluation, methodisch genau durchdacht und professionell gehandhabt, ist als Feedback für die Lehrkräfte und die Schule zu verstehen und darf nicht zu einem neuen Kontrollinstrument für die Schulaufsicht werden. Deren Aufsichtsaufgaben bleiben gemäß Art. 7 Abs. 1 GG grundsätzlich bestehen, verändern sich aber inhaltlich in Richtung einer Sicherung professioneller, regelmäßiger Unterrichts- und Schulberatung, wie es das Beispiel unserer Schule zeigt.

Viele Evaluationsansätze weisen die Verursachung von schwächeren Ergebnissen explizit oder implizit den Einzelschulen zu. Das ist eine einseitige und unvollständige Betrachtungsweise, denn die Schulen können sich hinsichtlich ihres Wirkens nur innerhalb des Bereiches bewegen, der ihnen personell und finanziell vorgegeben ist. Denn die Qualität einer Schule wird maßgeblich von ihrer gegebenen materiellen und personellen Ausstattung bestimmt: Eine umfangreiche Ausstattung sowie eine freundliche Gestaltung des Schulgebäudes ermöglichen einen Unterricht nach aktuellen didaktischen und methodischen Konzepten und unterstützen die Nutzung für Unterricht sowie für sinnvolle Pausen- und Freizeitaktivitäten; eine vorbildliche Versorgung mit Lehrkräften, ein gut ausgestatteter „Vertretungspuffer“, ein angemessener Klassenteiler bzw. angemessene Kursgrößen sichern Qualität.

 

Qualitätsanalyse am VGK 2012

Im Schuljahr 2011/12 nahm das Vestische Gymnasium vom 04.06. bis zum 06.06.2012 an einer Qualitätsanalyse des Landes NRW teil. Das Team der Bezirksregierung Münster - um seinen Leiter Berthold Mersch - untersuchte sechs Qualitätsbereiche, denen insgesamt 21 verschiedene Qualitätsmerkmale zuzuordnen sind.

Vor dem gesamten Lehrerkollegium und in Anwesenheit der Schuldezernenten Monika Sowa-Erling und Michael Schweers wurde das Ergebnis der Schulinspektion durch Joachim Joosten am Mittwoch, den 06.06.2012 vorgestellt: In allen Qualitätsbereichen erzielte das Vestische Gymnasium Kirchhellen die besten Bewertungsstufen „gut“ bis „hervorragend". Die Qualitätsprüfer/innen aus Münster bestätigten dem Vestischen Gymnasium Kirchhellen eine ausgezeichnete Bildungs- und Erziehungsarbeit.Sie machten deutlich, dass es selten vorkomme, dass eine Schule ausschließlich mit den besten beiden Bewertungsstufen beurteilt werde. Michael Schweers, Leitender Regierungsschuldirektor, der von 2012 bis 2018 als Schuldezernent für das Vestische Gymnasium zuständig war, lobte die sehr gute Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule ausdrücklich und bemerkte, dass dies außergewöhnlich gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind.

Gemeinschaftlich mit Herrn Schweers erarbeiteten die Schulleiter, die Steuergruppe und die Schulprogrammgruppe Zielvereinbarungen, welche eine weitere Optimierung des Unterrichts und des Schullebens gewährleisten sollen.  

 

Qualitätsanalyse am VGK 2018

1. Von der Vorbereitung zur eigentlichen Qualitätsanalyse

In der Vorphase zur QA wurde das VGK aufgefordert ein schuleigenes Kriterienraster (Qualitätstableau) zu erstellen. Hierbei entschieden schulische Gruppen (Lehrerinnen und Lehrer, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler) in Vorgesprächen und einem offiziellen Abstimmungsgespräch mit dem Qualitätsteam, welche schuleigenen Themen und Fragen für die Qualitätsanalyse des VGK überprüft werden sollten. Diese ergänzten das vorgegebene Qualitätstableau des Landes NRW (Referenzrahmen Schulqualität NRW).

Dem Abstimmungsgespräch folgte die Einsendung schuleigener Dokumente, die die Arbeitsweisen, die Ergebnisse der Unterrichtsarbeit und das Schulleben am VGK wiedergeben:

  • das Skript des Schulprogramms (welches zu Beginn des Prozesses und ein weiteres Mal nach einem Jahr zur Dokumentation des Arbeitsfortschrittes eingereicht wurde),
  • die schulinternen Lehrpläne der Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Geschichte, Chemie und Biologie,
  • Stundenplandokumente,
  • das schulinterne Leistungsbewertungskonzept,
  • das Fortbildungskonzept
  • u.a.

Im Anschluss wurden im Einvernehmen mit der Schulleitung und dem Qualitätsteam die Schulbesuchstage verabredet, die vom 05.06.2018 bis07.06.2018 andauerten.

Das Qualitätsteam führte 33 Unterrichtsbeobachtungen durch. Ergänzt wurde der gewonnene Eindruck, der sich bereits durch die Analyse der eingereichten Dokumente und der Aktensichtungen vor Ort ergab, durch Interviews, die mit Eltern, Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern sowie dem Sekretariat, dem technischen Personal und der (erweiterten) Schulleitung geführt wurden.

2. Ergebnisse der Qualitätsanalyse im Einzelnen  

Am Ende des genannten Zeitraumes stand ein Ergebnis, das insgesamt ein sehr überzeugendes Bild der unterrichtlichen und pädagogischen Arbeit des VGK zeigte - mit einer Vielzahl an Stärken und nur wenigen Handlungsfeldern (vgl. die offizielle Kriterienbewertung des QA-Teams/Übersicht).

Stärken der Schule:

(die Überschriften orientieren sich an den entsprechenden Kapiteln des Schulprogrammskripts):
A Leitbild unserer schulischen Arbeit
• leitbildorientiertes Schulprogramm
• Darstellung der Schulentwicklung
B Lehren und Lernen
• Unterrichtskultur
• Rhythmisierung
• Kooperation der Lehrkräfte
• Kompetenzvermittlung
C Individuelle Förderung – Jedes Kind ist anders
• Lernberatung
• vielfältiges Bildungsangebot
D Übergänge als Chance
• Übergangsberatung
E Schulleben in starker Gemeinschaft
• Gestaltung des Schullebens und des sozialen Miteinanders
F Arbeitsplatz Schule
• Ressourceneinsatz
G Qualitätssicherung – Evaluation – Entwicklungsziele
• Handlungsfelder der Schule
Steuerung der Schulentwicklung

Handlungsfelder der Schule:

B Lehren und Lernen
•   Bewertung der sonstigen Leistungen / der sonstigen Mitarbeit
 •  Gestaltung des Vertretungsunterrichts (hier hat bereits eine Neugestaltung
     stattgefunden)
•   Schülerfeedback.
 
Kapitel A: Leitbild unserer schulischen Arbeit / Pädagogische Leitvorstellungen

Das Schulprogramm stellt die Grundsätze der pädagogischen Arbeit einer Schule dar. Dazu gehören als Elemente vor allem das Leitbild einer Schule, ihre pädagogische Grundorientierung, der Erziehungsauftrag sowie Berichte der bisherigen Entwicklungsarbeit.

Der Arbeit am Vestischen Gymnasium – egal ob in der konkreten Unterrichtssituation oder außerunterrichtlich – ist ein Leitbild in einer Erwachsenen- und einer Kinderversion vorangestellt. Das Leitbild baut auf dem Schulmotto „Vielfalt. Gemeinschaft. Kooperation.“ auf.

Das leitbildorientierte Schulprogramm sowie die Darstellung der Schulentwicklung wurden als Stärke der Schule bezeichnet.

Kapitel B: Lehren und Lernen

Im Rahmen der Qualitätsanalyse wurden die schulinternen Lehrpläne der Sekundarstufen I und II für die Fächer Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Geschichte und Mathematik geprüft. Sie sind prinzipiell in der Lage, den Unterricht zu steuern, insbesondere in den Fächern Deutsch und Biologie. Die Umsetzung der Lehrpläne wird durch die Fachkonferenzen und die Schulleitung sichergestellt.

Neben einem fachübergreifenden Leistungskonzept existieren in allen Fächern fachspezifische Leistungsbewertungskonzepte, die im Bereich der schriftlichen Leistungen ihre Funktion erfüllen. Im Bereich der sonstigen Leistungen seien Konkretisierungen und eine stärkere Standardisierung im Hinblick auf möglichst gerechte und einheitliche Bewertungen erforderlich.

Nicht nur innerhalb der Fachgruppen, sondern des ganzen Kollegiums kooperieren die Lehrkräfte des Vestischen Gymnasiums auf vielen Ebenen und in vielen Bereichen (z. B. Klassenleitungsteams, Übergabegespräche, Jahrgangsteams zur Parallelisierung von Unterricht und Klassenarbeiten, Unterstützung und Beratung in Teams, Engagement in vielfältigen Arbeitskreisen). Auch hierin liegt eine der Stärken der Schule.

Das Vestische Gymnasium hat ein Vertretungskonzept, das in der Praxis nicht immer in allen Punkten umgesetzt werden kann (z. B. qualitative Unterschiede von Vertretungsstunden, fehlendes Material bzw. fehlende Aufgaben für die Oberstufe). Somit besteht in der Umsetzung des Vertretungsunterrichts in der schulischen Praxis ein Handlungsfeld für das Kollegium. Durch die Verabschiedung eines überarbeiteten Vertretungskonzeptes auf der Lehrerkonferenz hat eine Bearbeitung dieses Handlungsfeldes bereits stattgefunden.

Auf dem Gebiet der Förderung überfachlicher Kompetenzen bietet das Vestische Gymnasium eine Vielfalt an Aktivitäten, Angeboten, Maßnahmen oder Konzepten, worunter etwa das Freiarbeits- und das LAT-Konzept, das Methodenspiralcurriculum, die Wettbewerbskultur, das Paten- und das Tutorensystem, das Streitschlichtermodell, der „VGK-Oskar“ und der „Ich-Kann-Was-Abend“ oder auch künstlerisch-musische Projekte fallen. Ferner wird die Einführung überfachlicher Unterrichtsmethoden durch systematische Klassenbucheinträge gesichert.

Insgesamt ist dieVielzahl an Angeboten zur Förderung überfachlicher Kompetenzen für ein kleines System wie das Vestische Gymnasium in qualitativer und quantitativer Hinsichtaußergewöhnlich und stellt eineStärke der Schule dar.

Ein systematisches Schülerfeedback zum Unterricht findet am Vestischen Gymnasium nicht in institutionalisierter Weise statt. Eine solche Feedbackkultur fest zu implementieren, ist wiederum ein Handlungsfeld der Schule.

Kapitel C: Individuelle Förderung – Jedes Kind ist anders

Das Unterrichts- und Bildungsangebot sowie dieAusgestaltung der Lernberatung stellen Stärken der Schule dar.Das im Schulprogramm ausführlich dargestellte Konzept zurIndividuellen Förderung wird erfolgreich umgesetzt.

Besonders hervorgehoben wurden im Qualitätsbericht folgende Aspekte:

  • vielfältige Angebote zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Lernproblemen (z.B. auf der Grundlage von Diagnoseinstrumenten) genauso wie solche für besonders leistungsfähige (z.B. Studium an der Hochschule Ruhr West, Erwerb von Sprachenzertifikaten),
  • vielfältiges (auf die Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler und die Möglichkeiten der Schule abgestimmtes) Kursangebot im Wahlpflichtbereich und in der Oberstufe,
  • individuelle Beratung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler sowie der Erziehungsberechtigten hinsichtlich Lernstand und Lernentwicklung auf der Basis systematisch erhobener Beobachtungen,
  • äußerst fundierte Lern- und Förderpläne, in denen Entwicklungsziele formuliert und Entwicklungsprozesse und Fortschritte der Lernenden systematisch erfasst und dokumentiert werden. 
Kapitel D: Übergänge als Chance

Das Angebot des Vestischen Gymnasiums im Bereich des Übergangsmanagements wird als „herausragend“ bezeichnet und entsprechend als eine Stärke der Schule ausgemacht. Es umfasst sowohl die Laufbahnberatung und -begleitung als auch die Studien- und Berufsorientierung. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler äußerten sich sehr zufrieden mit den genannten Angeboten.

Kapitel E: Schulleben in starker Gemeinschaft

Die Gestaltung des Schullebens und des sozialen Miteinanders erweisen sich alsStärken der Schule.Vor allem der große Umfang und die hohe Qualität bei derPartizipation von Schülerinnen und Schülern sowie von Eltern wird alsStärke der Schule herausgestellt.

Bei der Gestaltung des Schullebens werden folgende Aspekte besonders hervorgehoben:

  • das umfangreiche und vielfältige Spektrum an angebotenen Aktivitäten (z.B. im kulturellen, naturwissenschaftlichen, technischen, medialen, sprachlichen und sportlichen Bereich),
  • Kooperation mit außerschulischen Partnern (z.B. Musikschule, Jugendkunstschule, Bibliotheken, Sportvereinen) zur Schaffung eines vielfältigen Angebots.

 Bei der Gestaltung des sozialen Miteinanders werden folgende Aspekte besonders hervorgehoben:

  • die partizipative Entwicklung einer Schulordnung, von Schulregeln und der „Vereinbarungen für ein respektvolles Miteinander“ als verbindliche Grundlage für alle am Schulleben Beteiligten,
  • die Ausformulierung eines Beschwerdemanagements,
  • die Transparenz der Maßnahmen bei Regelverstößen und die faire und konsequente Umsetzung,
  • Präventivmaßnahmen, wie die Durchführung von Veranstaltungen im Rahmen des Anti-Mobbing-Konzepts, die Klassenleiterstunde, das Patensystem als Ergänzung des bestehenden Regelsystems.

Bei der Partizipation der Schülerinnen und Schüler und Eltern werden folgende Aspekte besonders hervorgehoben:

  • die Beteiligungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern über die gesetzlich verbrieften Möglichkeiten hinaus, z.B. in der Arbeit am Schulprogramm,
  • das außerordentliche Engagement der Schülervertretung in zahlreichen Bereichen des Schullebens,
  • die deutliche Wertschätzung der Partizipation aller am Schulleben Beteiligten.
Kapitel F: Arbeitsplatz Schule

Ein gelungenes „miteinander Arbeiten“ der Lehrerinnen und Lehrer im Team erleichtert Absprachen für den Unterricht und ist wichtige Voraussetzung für reibungslose organisatorische Abläufe in den Klassen.

Durch den 67,5-Minutentakt wird der Unterricht effektiver, da Erarbeitungs- und Übungsphasen sinnvoll miteinander verbunden werden können. In den Pausen bleibt genug Zeit für Raumwechsel und Gespräche mit Lehrerinnen und Lehrern.

Zu den von der Schulgemeinschaft entwickelten Konzepten zählen:

  • das Teilzeitkonzept,
  • das Gleichstellungskonzept,
  • das Bandbreitenmodell,
  • das 67,5-Min.-Modell,
  • Vereinbarungen zur Teamarbeit.

Durch diese klaren und transparenten Absprachen zum unterrichtlichen Einsatz der Kolleginnen und Kollegen, zur Vergleichbarkeit der Aufgaben und Tätigkeiten und durch ein von allen Lehrerinnen und Lehrern abgestimmtes Entlastungsmodell werden wichtige Beiträge zur Arbeitszufriedenheit geleistet.

Kapitel G: Qualitätssicherung – Evaluation – Entwicklungsziele

Die Steuerung der Schulentwicklung und die systematische Durchführung von Evaluationen wurden als Stärken der Schule hervorgehoben.

Diese Rückmeldung macht sich v.a. an folgenden Punkten fest:

  • regelmäßige Sitzungen der Schulprogrammgruppe, in denen Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an langfristigen Entwicklungsvorhaben und Schulprogrammentwicklungen arbeiten,

  • regelmäßige Sitzungen einer Steuergruppe, bestehend aus Lehrkräften und Schulleitung, die zusätzlich zur längerfristigen Arbeit der Schulprogrammgruppe eher spontane und kurzfristige Prozesse koordiniert,

  • Beide Gruppen sind über Lehrerkonferenz und Schulkonferenz mit allen Gruppen der Schulgemeinde verbunden.

  • die tabellarische Gegenüberstellung von Ist- und Sollzuständen in den Einzelkapiteln des Schulprogramms, die eine steuernde Funktion hat,

  • das Benennen von Evaluationsmaßnahmen in allen schulischen Dokumenten.

 

Evaluationsmaßnahme im Schuljahr 2015/16

An der Evaluation des neuen Stundentaktes im Schuljahr 15/16 waren alle drei Schulgruppen beteiligt. Die Taktungsgruppe, bestehend aus je zwei Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern, tagte fast ein Schuljahr und erarbeitete mit wissenschaftlicher Begleitung durch unseren Kooperationspartner - die Hochschule Ruhr West (HRW) - mehrere online-Fragebögen.

Um sicherzustellen, dass alle Gruppen der Schule partizipieren konnten, wurden unterschiedliche Fragebögen für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrende entwickelt. Dabei wurden zentrale Fragen zu den Themen 'Unterrichtsveränderungen', 'Arbeitsalltag' und 'Wohlbefinden', die zu der Einführung der neuen Stundentaktung geführt haben, thematisiert.

Zu den zentralen Ergebnissen zählten ...
                - die bessere Vernetzung von Erarbeitungs- und Übungsphasen im Unterricht,
                - der vermehrte Einsatz kooperativer Lernformen,
                - ein deutlich ruhigerer Schultag,
.               - leichtere Schultaschen der Schülerinnen und Schüler und
                - eine Zunahme des Wohlbefindens an der Schule.

Nach der Erprobungsphase wurde das 67,5-Minutenmodell in den Schulalltag übernommen.

 

Schulentwicklungsmaßnahmen im Schuljahr 2018-2019 am VGK

Projekt

Umsetzung geplant bis

Beteiligte Gremien

Fortsetzung der Evaluation des Freiarbeits-Moduls
„Lern- und Arbeitstechniken“
Ende Schuljahr 2018/2019
Schulprogrammgruppe
Fertigstellung der Evaluation des Teilzeitpapiers
Weihnachtsferien 2018
Frau van Essen
Steuergruppe
Lehrerrat

Konzeptionierung "Digitales Lernen"

Implementation "Medienkompetenzrahmen NRW"

Ende Schuljahr 2018/2019
Herr Kapp
Fachschaften
Erarbeitung schulinterner Regelungen zum Umgang mit den aktuellen Datenschutzbestimmungen für Schulen Weihnachtsferien 2018
Herr Kapp
Steuergruppe
Überarbeitung der schulinternen Curricula in Bezug auf G9 langfristige Maßnahmen
Fachschaften
evtl. päd. Tag im SJ 18/19
Implementation von Studien- und Berufsorientierungsmaßnahmen für die Sek II
Ende des Schuljahres 2018/19
Herr Böck
Steuergruppe
Fachschaften
Anpassung und Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung erste Klassenpflegschaftsversammlungen  
Steuergruppe
Herr Kapp
Umsetzung der Zielvereinbarungen, die sich aus den Ergebnissen der QA in Abstimmung mit der Schulaufsicht generieren vereinbarungsgemäß
Steuergruppe
Fachschaften
ggf. Schulprogrammgruppe

 

 

Evaluationsvorhaben am VGK im Schuljahr 2017/2018

Evaluation des schuleigenen Teilzeitkonzepts - vorbereitet durch die AfGs, die Steuergruppe und den Lehrerrat Fragebogen zur Teilzeit-Evaluation
Evaluation des Konzepts zur Vermittlung der Lern- und Arbeitstechniken (LAT) in der Erprobungsstufe - vorbereitet durch die Schulprogrammgruppe

Präsentation zur Planung der Evaluation

Fragebögen für ...
 
                                                                                                                                                                         
Die Auswertung der Befragungsergebnisse beider Evaluationsverfahren wird derzeit vorgenommen und soll bis zum Schuljahresende abgeschlossen werden.                                                            Stand: 09-2018

 

[1] Auswertung der Datenerhebungen vom Januar/Februar 2010 bei Lehrkräften sowie Erziehungsberechtigten und Schülerinnen und Schülern der Jgst. 8 und 11 (Schuljahr 2009/10) Ende 2010/Anfang 2011 abgeschlossen

[2] Projekttag zur Klassengemeinschaft in einer Musterklasse (Jgst. 7) und Fortbildung des Lehrerkollegiums bzgl. eines Regelwerks zu Umgangsformen durchgeführt (Stand: November 2010)