Umwelterziehung am VGK

„Wir zielen auf die Herausbildung einer umfassenden Persönlichkeit ab, zu der ein breites und vertieftes Wissen ebenso gehört wie Kreativität, soziales Handeln und Umweltbewusstsein. Daher bemühen wir uns um Bildung, die über den Erwerb umfassenden Wissens hinaus die geistige, musikalische und künstlerische Kreativität weckt und fördert und Verantwortung für sich und andere ebenso mit einbezieht wie ökologisches Denken und Handeln.“– So lautet eine der Zielvereinbarungen unseres schulischen Leitbildes.

Umweltthemen sind am Vestischen Gymnasium Kirchhellen daher u.a. fester Bestandteil des Unterrichts verschiedener Fächer aller Jahrgangsstufen. Auch in Facharbeiten der Q1 und in Projektgruppen der regelmäßig stattfindenden Projekttage werden immer wieder Umweltthemen aufgegriffen.

Seit einiger Zeit stehen den naturwissenschaftlichen Fachschaften zwei „Energiekisten“ zur Verfügung, d.h. Experimentierkoffer zu den Themenbereichen „Grundwissen über Energie“ und „Einsatz erneuerbarer Energien“. Die Koffer enthalten hochwertige Materialien und Messgeräte, mit denen bis zu 27 Experimente zur Nutzung von Sonnen- bis zu Windenergie die Neugierde und das Interesse der Schülerinnen und Schüler wecken sollen.

Exkursionen – z.B. zum Klimahaus in Bremerhaven -  ergänzen gelegentlich die unterrichtliche Auseinandersetzung mit dem Thema Umwelt.

In den naturwissenschaftlichen Unterricht des VGK werden zudem regelmäßig  außerschulische Lernorte einbezogen. Die umweltpädagogische Station Heidhof, die zahlreiche Möglichkeiten zum Lernen in der Natur bietet, arbeitet seit über 25 Jahren als regionales Zentrum für Umweltbildung. Die Station verfügt über einen Schulungsraum und die erforderlichen Untersuchungsgeräte für das forschende Lernen in der Natur.Die fünften Klassen des VGK nehmen jährlich an einer waldpädagogischen Exkursion teil, wo die Kinder sich als Naturdetektive betätigen. In der Jahrgangsstufe 7 folgt eine weitere Heidhof-Exkursion zum Thema ‚Wald‘, im Leistungskurs der Q1 wird das Thema ‚Fließgewässer‘ bearbeitet.

Im März jedes Jahres ruft die BEST an einem Samstag mit dem Projekt ‚Bottrop putzt‘ im Stadtgebiet alle zum „Aufräumen“ auf – um etwas für die Umwelt zu tun. Am VGK wird die Aufräumaktion von freiwilligen Schülerinnen und Schülern der siebten bzw. zukünftig der sechsten Klassen gemeinsam mit ihren Patinnen und Paten aus dem neunten Schuljahr, von Lehrerinnen und Lehrern und Eltern übernommen. Damit der Müll reibungslos verschwinden kann, stellt die BEST dafür Handschuhe und Müllsäcke zur Verfügung und holt den gesammelten Abfall an vereinbarten Punkten ab. Als ein kleines Dankeschön bekommen alle Putzmänner und -frauen einen Gutschein für eine kostenlose Anlieferung zum Recyclinghof Kirchhellen.

Die Solaranlagen auf dem Schuldach stellen ein gutes Beispiel für eine Nutzung von Sonnenenergie dar. Eine Bilanz der Energiegewinnung durch Sonneneinstrahlung wäre ggf. für den Unterricht interessant.

Im Schulgebäude leisten Papierhandtücher, Sammelorte für Druckerpatronen, Umwelt-Kopierpapier etc. einen Beitrag zu einer umweltbewussten Erziehung. Weitere Maßnahmen, z.B. ein Flaschen-Recycling-Programm, Mehrweg- statt Einwegflaschen, Sammelbeutel für Milchpäckchen, ein Pick-Dienst‘ auf dem Schulhof, regulierbare Heizungen, dichte Fenster etc. sind wünschenswert.

Zudem sollte es zukünftig möglich sein, eine Mülltrennung innerhalb der Schule umzusetzen.

Weitere AG-Angebote könnten den umweltbezogenen Einsatz der Schülerinnen und Schüler erweitern, beispielsweise eine ‚Umwelt-AG‘ oder eine AG ‚grüner Schulhof‘.

Eine Kooperation mit dem waldpädagogischen Zentrum Grafenwald (WPZ) könnte neben dem Heidhof-Projekt ggf. umweltbewusstes Handeln der Schülerinnen und Schüler weiter fördern.