Medienkonzept des VGK  

Medienkonzept 2017/2018 als pdf

 

Lernen mit neuen Medien stärkt die Schülerinnen und Schüler auf mehreren Ebenen:

•     Sie lernen moderne Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und der Gestaltung von Medien sowie deren Nutzen für ihren Lernprozess, für ihre eigene Arbeit kennen.

•     Sie lernen, Medieninhalte kritisch zu hinterfragen, sich in einer von Medien geprägten Welt sicher zu bewegen und ihre Interessen zu wahren.

  

Um diese Ziele erreichen zu können und den veränderten Anforderungen an den Unterricht durch die feste Integration der neuen Medien in die Lehrpläne der Sekundarstufen I und II zu genügen, sind sowohl eine entsprechende Ausstattung mit Multimediageräten, die Vernetzung der Computerarbeitsplätze und Internetzugang als auch die Verfügbarkeit von für Unterricht geeigneten Medien Voraussetzung.

 

I. Vorhandene und angestrebte Hardwareausstattung

 

Momentan verfügen alle Räume des VGK, bis auf die 2. Etage des D-Trakts, einen kabelgebundenen Internetzugang.

Über ein lokales Netzwerk sind alle Computer über einen transparenten Proxy-Server mit dem Internet verbunden.

Alle Schüler/innen und Lehrer/innen haben mit Hilfe einer eigenen Kennung Zugang zu folgenden IT-Bereichen:

  • Schuleigene Lernplattform Moodle (https://moodle.vgk-bottrop.de)
  • Vertretungsplan-Online, zusätzlich bei Lehrer/innen: Stunden- und Raumpläne
  • Persönlicher Cloud-Speicher

Vorhandene und geplante Ausrüstung aller (Fach-)Räume

Die folgende Auflistung zeigt jeden für eine bestimmte Funktion genutzten Raum mit dessen gegenwärtiger und mittel- bis langfristig gewünschter Ausstattung. Ein Pluszeichen markiert zusätzliche Ausstattung, ein Minuszeichen markiert einen Rück- bzw. Abbau des entsprechenden Geräts.

Raum

Funktion

Ist-Zustand

Soll-Zustand

A105

Musik

2+1 Computer, Beamer (digital), Audioanlage, OHP

+Dokumentenkamera, -OHP

A106

Musik

1 Computer, 3 mobile Laptops

 

A107

Fremdsprachen

Beamer, CD-Player, Dokumentenkamera, Computer

 +Boxen

A108

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

A109

Musik

2 Computer, Smartboard, Beamer, Dokumentenkamera, Audioanlage

 

A111

Schülercafé

Beamer, Leinwand, OHP

 

A205

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

A206

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

A208

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

A210

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

A301

Meditationsraum

CD-Player

+Audioanlage mit CD und USB-Steckplatz

A302

Bücherei

Computer, Drucker

 

A303

 

 

 

A304

„Chillraum“

CD-Player

 

B001

Kunst

Computer, Dokumentenkamera, Beamer, OHP

-OHP

B003

Kunst

Computer, Beamer (analog), OHP

+ Dokumentenkamera, -OHP

B101

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

B102

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

B103

Klassenraum

OHP

CD-Player (5)

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

B104

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

B201

Klassenraum

OHP

CD-Player (privat?)

Medienwagen (TV, DVD, VHS)

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

B202

Klassenraum

OHP

CD-Player (privat?)

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

B203

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

B204

Freiarbeit

4 Computer, Drucker/Scanner, Kopfhörer, CD-Player

 

C023

Lehrerarbeitsraum

2 Computer

???

C025

Mehrzweckraum

Beamer (digital), Lautsprecherboxen, Verstärker, Computer, OHP

+Computer, Dokumentenkamera – OHP

 

C121

Lehrerzimmer

WLAN-Accesspoint

 

C122

Lehrerzimmer-Bibliothek

4 Computer, Drucker, Scanner, Kopierer

+Weiterer Kopierer

C123

IFK-Klassenraum

2 Computer

???

C124

Selbstlernzentrum

9 Computer

 

C125

Computerraum

22 Schülercomputer, 1 Lehrercomputer, Beamer, Drucker, Dokumentenkamera

-OHPwagen

C220

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

C221

Referendarraum

 

+2 Computer, +Drucker/Scanner, +2 Kopfhörer

C222

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

C223

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

C224

SV-Raum

Computer, Scanner

+Drucker/Scanner

C225

Klassenraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

D001

Biologie

OHP, Computer

+Beamer, +Dokumentenkamera,  -OHP

D002

Bio-Sammlung

 

 

D003

Biologie

Computer, Beamer (analog) Dokumentenkamera (mobil), OHP

+Dokumentenkamera fest installieren,-OHP

D004

Kursraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

D005

Kursraum

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer, -OHP

D006

Chemie

OHP, Beamer (digital), Computer

+Dokumentenkamera,  -OHP

D007

Chemie-Sammlung

 

+Windows-Computer, Drucker

D008

Chemie

Beamer (analog), Dokumentenkamera (mobil), OHP

vorhandenen Beamer unter der Decke befestigen, Dokumentenkamera fest installieren, +Computer, -OHP

D102

Informatik

20 Schülercomputer, 1 Lehrercomputer, Beamer (digital), Dokumentenkamera

 +Lautsprecherboxen

D104

Mathematik

1 Laptop, Smartboard, Beamer, Dokumtenkamera, OHP

-OHP

D105

Mathematik

OHP

+Dokumentenkamera, +Beamer, +Computer

D108

Physik

Dokumentenkamera (mobil), Beamer (analog), Computer

vorhandene Dokumentenkamera aufbauen,

D109

Physik-Sammlung

 

 

D110

Physik

Beamer (analog), Computer

+Dokumentenkamera,

D201

Kursraum

 

 

D202

Kursraum

Beamer (analog), OHP

+Dokumentenkamera, +Computer, -OHP

D203

Kursraum

OHP

+Beamer, +Dokumentenkamera, +Computer, -OHP

D206

Kursraum

OHP

+Beamer, +Dokumentenkamera, +Computer, -OHP

D207

Kursraum

Beamer, Dokumentenkamera

+Computer

D208

Erdkunde

Beamer (analog), OHP, Computer

+Dokumentenkamera, -OHP

 

Hinweise zur Umsetzung des Soll-Zustandes

Der ausgewiesene Soll-Zustand stellt eine langfristige Zielsetzung dar. Das Erreichen dieses Zustandes soll in verschiedenen Ausbaustufen stattfinden:

  1. Ausbaustufe: Ausstattung der Fach- und Kursräume (Beamer und Dokumentenkamera)
  2. Ausbaustufe: Ausstattung der Klassenräume (Beamer und Dokumentenkamera)

Die darüber hinausgehende Ausstattung mit zusätzlichen Computern in den Kurs-, Fach- und Klassenräumen soll über Restbestände (alte Computerraumausstattung, ausrangierte PCs der Bezirksregierung) realisiert werden. Dabei entstehen keine weiteren Kosten, da der Aufbau, die Einrichtung und die Wartung von einer Netzwerk-AG selbstständig durchgeführt wird. Sollte diese Leistung zu einem späteren Zeitpunkt aus welchen Gründen auch immer nicht mehr aufrechterhalten werden können, sind diese Computersysteme problemlos jederzeit zurück zu bauen und zu entsorgen. Da alle Schulcomputer außerhalb des Verwaltungsnetzes mit dem schuleigenen, freien Linux-System ausgestattet sind und keine personenbezogenen Daten speichern, entfällt auch eine vorherige Datenvernichtung

Hinweise zum Ist-Zustand

Für den mobilen Einsatz stehen 3 Computer, Beamer und Lautsprechersysteme zur Ausleihe bereit.

Momentan sind drei Medienwagen (Inhalt: DVD-Player, Laptop, Beamer, Lautsprecher) im Einsatz. Sie bieten die Möglichkeit mehrere Räume gleichzeitig mit Medien zu versorgen. Die Medien sind direkt einsetzbar, ohne dass etwas aufwendig aufgebaut werden muss. Aufgrund ihres Gewichts können sie jedoch nicht auf unterschiedlichen Etagen verwendet werden. Zudem ist es unkomfortabel die Wagen über größere Distanzen bzw. durch viele Zwischentüre zu bewegen.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über die momentane Abdeckung:

Medienwagen

Verteilung

Stellplatz

Kurzfristig

Langfristig

Kurzfristig

Langfristig

1

A- und B-Gang 1. Etage

Klassenraum A108 (oder B103)

2

B-Gang 2. Etage

Freiarbeitsraum

3

D-Gang 2. Etage

C-Gang 2. Etage

Oberstufenraum D206

Besprechungsraum C 221

           

 

Durch die flächendeckende Ausstattung aller Unterrichtsräume mit Beamern und Computern werden die Medienwagen langfristig überflüssig.

Auf allen Rechnern, die von den Netzwerkbeauftragten gewartet werden, soll das Betriebssystem Linux Mint installiert werden, um eine schnelle und ressourcenschonende Wartung zu gewährleisten. Diese Rechner werden mit OpenSource-Software bespielt und verfügen über einen Mechanismus (Wine), um auch weiterhin z.B. den Einsatz von Windows-basierter Lernsoftware zu ermöglichen.

Begründung des angestrebten Soll-Zustandes

Nur eine flächendeckende, verlässliche bzw. vergleichbare Ausstattung in allen Räumen sorgt für eine konsequente Nutzung dieser Medien durch die Kolleginnen und Kollegen. Durch den Einsatz von Dokumentenkameras mit einem Beamer kann der altgediente Overhead-Projektor in allen Kurs- und Fachräumen entfallen und vorerst als Ersatz für die Sek.1-Räume verwendet werden, bis diese zu einem späteren Zeitpunkt flächendeckend mit Alternativen ausgestattet werden.

Der im D-Trakt eingesetzte Medienwagen kann im Sek.1-Gebäude eingesetzt werden. Die Überlastung der Computerräume würde sich erheblich verbessern, da deutlich mehr Räume für Präsentationen sowie das Vorspielen von Film- und Musikausschnitten zur Verfügung stünden. Aus diesem Grund wird bei der Beamerausstattung der Kursräume auch ein Modell mit integrierten 10W-Lautsprechern gewählt, so dass die Ausleihe oder das Aufstellen zusätzlicher Lautsprecherboxen entfällt. Nur Computerräume würden dann mit einem Full-HD-Beamermodell ausgestattet werden, so dass bei den vorhandenen Full-HD Monitoren der Lehrercomputer keine sichtbehindernde Stauchung oder Dehnung des Monitorbildes beim „Klon-Modus“ entsteht. Sowohl Monitor- als auch Beamerbild sind dann gestochen scharf dargestellt. Dies ist erfreulicherweise bereits umgesetzt worden. Auf Grund aktueller Preisentwicklungen ist aber auch die Wahl eines Full-HD-Beamer für künftige Raumausstattungen zu überdenken.

Anschlussdosen für die Stromversorgung, den Internetzugang und Beameranschluss sollten sich unbedingt in Pultnähe befinden, um unnötig lange Kabelschlingen mit den damit verbundenen Unfallgefahren zu vermeiden. Die Anschlussdose für den Beamer sollte über eine doppelte HDMI-Schnittstelle verfügen, um einerseits die Dokumentenkamera digital anzuschließen und andererseits einen zusätzlichen Computer/Laptop zu verbinden, über den Audiosignale an die 10W-Boxen des Beamers übertragen werden. Letzteres erspart das Verlegen und Anschließen eines weiteren Audiokabels.

Aus Sicherheitsgründen ist die Verwendung eines geeigneten Sicherungssystems für Beamer und Dokumentenkameras  dringend zu empfehlen (z.B. Kensington-Lock). Dabei sollte unbedingt ein Modell mit Zahlenschloss verwendet werden, um eine ausufernde Schlüsselverwaltung zu vermeiden.

Vorteile der Dokumentenkamera im Unterrichtseinsatz:

  • Die Nutzung von extra angefertigten Folien ist obsolet, da jegliche Dokumente über den Beamer gut sichtbar gemacht werden können. Sehr nützlich z.B. beim Hausaufgabenvergleich, da der unnötige Schritt des Tafelanschriebs entfallen kann und somit den Anteil effektiver Lernzeit erhöht wird. Außerdem schafft die Abbildung des eigenen Hefts eine höhere Motivation der Schülerinnen und Schüler (SuS) zur Ordentlichkeit. Es können auch (farbige) Abbildungen aus Büchern direkt am Beamer gezeigt werden, ohne, dass sie vorher gescannt, gedruckt oder (schwarz-weiß) kopiert werden müssen. Hierbei ist mit einer Einsparung im Kopier-Etat zu rechnen.
  • Es können beliebige Gegenstände allen SuS sichtbar gemacht werden. Das erhöht die Flexibilität im Unterrichtseinsatz erheblich. So können z.B. Versuchsergebnisse einzelner Gruppen in den Naturwissenschaften für die ganze Lerngruppe sichtbar gemacht werden, was zu einer besseren Würdigung verschiedener, binnendifferenzierter Arbeitsergebnisse führen kann. Auch die Zoomfunktion bietet eine schnelle Fokussierung auf das Wesentliche. Für das Fach Biologie existieren sogar passende Mikroskopaufsätze, die auch kleinste Strukturen auf die Wand beamen können.
  • Die Standbildfunktion der Dokumentenkamera ermöglicht flüchtig sichtbare Zustände einzufrieren, beispielsweise bei einer chemischen Reaktion oder andere zeitkritischen Verläufen. Diese Ergebnisse können dann z.B. in einem digitalen Lerntagebuch der schuleigenen Lernplattform weiter verwendet werden, um den individuellen Lernprozess zu dokumentieren. Der Export geschieht beispielsweise über USB-Stick, SD-Karte oder den direkten Anschluss der Kamera über USB an einen Computer.
  • Die Dokumentenkamera kann auch als Fotoapparat oder Videokamera verwendet werden, um z.B. Standbilder oder Bewegungsabläufe während einer praktischen Arbeitsphase zu dokumentieren. So wird beispielsweise bei szenischen Darstellungen eine verwacklungsfreie Aufnahme zur Dokumentation in Foto- oder Videoform ohne zusätzliches Equipment ermöglicht.
  • Die Möglichkeit, im Unterricht gezeigte bzw. erstellte Medien direkt am Ende der Unterrichtstunde in die Lernplattform Moodle hochzuladen, würde zu einer engeren Verzahnung der Lernplattform im Schulalltag führen.
  • Dokumentenkameras sind nach dem Einschalten direkt einsatzbereit und unterliegen nicht einem zeitintensiven Boot-Vorgang, so dass Unterrichtszeit eingespart wird und eine sofortige, auch spontane Nutzung möglich ist, was wiederum die effektive Lernzeit erhöhen kann.
  • Die Bedienung der Grundfunktionen ist intuitiv und sogar ohne vorherige langwierige Einweisung der Lehrkräfte möglich.
  • Außerdem wird für die Nutzung kein zusätzlicher Computer/Laptop notwendig.

Notwendige Eigenschaften der gewünschten Kameras:

  • möglichst stabil sein, da sie nicht einem mobilen, sondern nur einem stationären Einsatz genügen müssen. Kompakte Modelle, die sich platzsparend zusammenklappen lassen, sind also weniger gut geeignet.
  • möglichst mit optischem Zoom
  • digitale Schnittstellen für Beamer (HDMI) und/oder Computer
  • USB-/SD-Card Massenspeicherschnittstelle, um Fotos/Videos lokal zu speichern.
  • möglichst auch USB-Schnittstelle, um die Kamera über einen PC steuern zu können

Alternatives Szenario mit interaktiven Whiteboards (IWBs)

Die Ausstattung einzelner weniger Räume mit IWBs ist aus unserer Sicht dagegen nicht geeignet, um eine konsequente Veränderung in der Nutzung moderner Medien zu erreichen. Neben immensen Anschaffungskosten (Whiteboard, Beamer, Computer, Whiteboard-Software) sind auch noch Wartungskosten für die Geräte zu berücksichtigen, die sich zum einen in der Wartung des Betriebssystems, als auch im Kauf von Updates für die Whiteboardsoftware niederschlagen.
Bei einem vollständigen IWB-System lauern Probleme außerdem nicht nur in der Wartung und Aktualisierung der dazugehörigen Anwendungssoftware (z.B. Smart Notebook), sondern auch im Betriebssystem mit seinen zahlreichen Updates, Plugins und Zusatzsoftware. Es müssen Flash-, Java- und PDF-Software sowie Video- und Audiocodecs installiert und regelmäßig aktualisiert werden, was weder zentral geschieht, noch sinnvoll automatisiert werden kann, ohne dass weniger erfahrene Nutzer durch ständig aufpoppende Update-Hinweise für eine Vielzahl von Dienstprogrammen verunsichert werden. Leider ist auch die Linux-Version von „Smart Notebook“ in Version 11 im Vergleich zur Version 14 unter Mac/Windows hoffnungslos veraltet, so dass die Nutzung eines Windows-Systems mit all seinen Nachteilen, z.B. in der fehlenden zentralen Softwareverwaltung (ohne immense Kosten für einen Application-Server oder die umständliche Nutzung von Gruppenrichtlinien), mehr oder weniger erzwungen wird. Dokumentenkameras verfügen im Gegensatz dazu auf Grund ihres autarken Softwaresystems über eine auf diesen Anwendungszweck ausgerichtete Software, die nach dem Einschalten einen zügigen, intuitiven und störungsfreien Betrieb garantiert, ohne dass weitere softwareseitige Wartungen erforderlich wären.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die wenigen Räume mit IWBs vorab reserviert werden müssen, was wiederum eine darauf konsequent ausgerichtete Unterrichtdidaktik stark hemmt.

Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten von Medien im Unterrichtsalltag

Durch die flächendeckende Einrichtung von Access-Points ergibt sich die Möglichkeit der Nutzung von mitgebrachten, eigenen Mobilgeräten (Smartphone, Tablet, Laptops...) der Schüler/innen (BYOD = Bring Your Own Device) im Unterricht. Die dafür notwendige Infrastruktur soll in absehbarer Zeit in verschiedenen Ausbaustufen schrittweise eingerichtet werden. Dabei werden bereits jetzt Ausleih-Accesspoints im Sekretariat für den Aufbau eines kleinen Funknetzwerks im Klassenraum hinterlegt.

Ein stationärer Accesspoint versorgt das Lehrerzimmer mit einem Funknetzwerk.

Des damit mittel- bis langfristig einhergehenden erhöhten Bandbreitenbedarfs für den Internetzugang ist durch die Versorgung mit VDSL-50, VDSL-100 oder Internetzugang über Kabel (bis 200Mbit) zu begegnen.

 

II. Einsatz von Software

 

Bei der Wahl der eingesetzten Software wird am Vestischen Gymnasium großer Wert darauf gelegt, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, die im Unterricht eingesetzte Software auch am heimischen Computer zu installieren, um eine selbstständige und intensive Arbeit mit grundlegenden Anwendungsprogrammen zu ermöglichen. Um dies zu gewährleisten und finanziell schwache Familien durch den Kauf kommerzieller Software nicht zu benachteiligen, ist bei der Auswahl der eingesetzten Unterrichtssoftware stets darauf zu achten, dass diese frei und nach Möglichkeit betriebssystemunabhängig zur Verfügung gestellt wird.

Der fundamentale Zugang zur verwendeten Software ist dabei nicht auf das Produkt (Microsoft Office oder LibreOffice) bezogen, sondern deren Nutzungskonzepte, die bei allen eingesetzten Produkten vergleichbar sind. Spätestens dann, wenn sich die Oberfläche der verwendeten Software grundlegend ändert (z.B. Microsoft Office 2003 zu Microsoft Office 2007), helfen schlichte Klickanleitung nicht weiter, so dass die Orientierung an allgemeingültigen Nutzungskonzepten von Textverarbeitungs- oder Tabellenkalkulationswerkzeugen notwendig und sinnvoll erscheinen.

Damit ist außerdem das oft beschworene Argument „die Schülerinnen und Schüler müssen das Programm verwenden, was später am häufigsten in Betrieben eingesetzt wird“ vollständig zu entkräften, da jemand, der verstanden hat, wie ein Textverarbeitungsprogramm grundsätzlich funktioniert, innerhalb kürzester Zeit in der Lage sein wird, ein noch „fremdes“ Textverarbeitungsprogramm zu benutzen.

In diesem Zusammenhang wird gerade an einer an den Bedürfnissen des Vestischen Gymnasiums angepassten DVD gearbeitet, die bereits alle in der Schule eingesetzten Programme im schuleigenen Linux-Live-System vorinstalliert hat und unabhängig von bereits installierten Betriebssystemen von einer DVD oder einem USB-Speicher am heimischen Computer gestartet werden kann. Dies soll ein störungsfreies und zuverlässiges Arbeiten ermöglichen, unabhängig davon, in welchem Zustand das bereits installierte Betriebssystem auf der heimischen Festplatte ist.

Das aktuelle Live-System des vom VGK angepassten Linux Mint kann unter folgender Adresse als ISO-Datei herunter geladen werden (http://4school.info) und mit Hilfsprogrammen wie Unetbootin (http://unetbootin.github.io/) auf einen USB-Stick mit mindestens 4GB eingerichtet werden.

Dieser USB-Stick ist anschließend beim Start des Computers als Startlaufwerk auszuwählen (http://blog.botfrei.de/2011/10/wie-boote-ich-vom-usb-stick/).

Das eigene Betriebssystem (Windows, MacOS...) bleibt dabei völlig unverändert, solange man die Installation nicht startet und das System im Livemodus ausprobiert.

Alle gegenüber dem originalen Linux Mint (http://linuxmint.com) vorgenommenen Veränderungen sind dieser Seite protokolliert: http://4school.info/vestix-14-04/anpassung-des-live-systems

Folgende Software-Grundausstattung ist Voraussetzung für jede Rechnereinheit der Schule:

  • Betriebssystem (linuxbasierte Distributionen, Windows, MacOS, )
  • Verschiedene Browser (z.B. Firefox, Chromium, Internet Explorer, Safari o.ä.)
  • Office-Anwendungen (LibreOffice, Microsoft Office)
  • Bildbearbeitung (Gimp, Paint.NET o.ä.)
  • Zeichenprogramme (LibreOffice Draw, Inkscape, Pinta o.ä.)
  • Audiobearbeitung (Audacity, o.ä.)
  • Videobearbeitung (Openshot, Movie Maker, o.ä.)
  • weitere unterrichtsbezogene Software auf Anfrage

 

III. Pädagogisches Konzept zur Vermittlung von Medienkompetenz

 

Vorwort

Die im aktuellen Medienkonzept des Vestischen Gymnasiums dargestellten Inhalte im Abschnitt III und IV stellen einen in der Überarbeitung befindlichen Entwicklungsstand dar. Eine systematische Neukonzeptionierung zum Umgang mit Medien zur Erzielung von Medienkompetenzen auf Grundlage des kürzlich überarbeiteten Medienkompetenzrahmens[1] wird im Zuge einespädagogischen Tages am 25.04.2018 unter Mitwirkung des Kompetenzteams NRW am Vestischen Gymnasium zunächst für die Jahrgangsstufen 5 und 6 vorgenommen. Dabei steht insbesondere eine Bestandsaufnahme bereits bestehender medienkompetenzförderlicher Unterrichtsvorhaben im Vordergrund sowie eine praktische Arbeitsphase für alle Kolleginnen und Kollegen zur Erprobung des neuen Kompetenzbereichs 6 „Problemlösen und Modellieren“ am Beispiel des Microcontrollers „Calliope“[2] mit Unterstützung der Hochschule Ruhr-West, mit der das Vestische Gymnasium kürzlich einen Kooperationsvertrag unterzeichnet hat. Diese Erprobungsphase soll dazu dienen, Kolleginnen und Kollegen einen praktischen Einblick in diesen Kompetenzbereich zu ermöglichen, da sie im Rahmen der Freiarbeitsbetreuung mit entsprechenden Inhalten in Kontakt kommen können. Selbstverständlich ist die Arbeit am kompetenzorientierten Medienkonzept durch diesen Tag nicht abgeschlossen, eröffnet aber durch die Bestandsaufnahme eine deutliche Perspektive auf bereits gut abgedeckte Kompetenzbereiche sowie Bedarfe nach Ausweitung in weitere Unterrichtsvorhaben. Darüber hinaus wird auch die Arbeit am Medienkompetenzrahmen für die Jahrgangsstufen 7-10 der künftigen G9-Sekundarstufe I im Rahmen weiterer pädagogischer Tage notwendig.

Bisheriger Stand vor Umsetzung des Medienkompetenzrahmens:

Die Vermittlung von Medienkompetenz reicht vom einfachen Umgang mit Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulations-Programmen (vornehmlich im Fachunterricht), über die Präsentation und Darbietung von Ergebnissen und Referaten bis zur Vermittlung der für die Erstellung von Referaten und Facharbeiten erforderlichen Fähigkeiten und Qualifikationen. Dies schließt den sach- und zielgerechten, kritischen Umgang mit Instrumenten der Internetrecherche ein.

Überblick über den bisherigen Einsatz der neuen Medien:

  • Selbstgesteuertes Lernen mit Hilfe von Lernprogrammen (Deutsch in Jg. 5/6, Biologie in Sek II, Musik in Sek II)
  • Informationsbeschaffung (elektronische Lexika, CD-ROMs, Internet usw.) betrifft prinzipiell alle Fächer in allen Jahrgangsstufen
    Berufs- und Studienorientierung (vor allem Jg. 9/10 in Deutsch und Politik und in Jg. 12)
  • Erstellen von Dokumenten als Möglichkeit zur Präsentation von Ergebnissen bzw. Produkten (z.B. im Anschluss an fächerübergreifende bzw. -verbindende Projekte)
  • Buchlektüre in diversen Jahrgängen (Deutsch, Englisch, Französisch)
  • Epochenanalyse (Deutsch, Englisch, Französisch, Musik, Kunst usw.)
  • Zeitungsprojekt ZEUS( Deutsch in Jg. 8)
  • Auswertung und Präsentation von Befragungen(Politik in Sek II)
  • Bearbeiten von Fotos und Videos
  • Produktion eines Fotoromans (Deutsch Jg. 6, Literaturkurs Jg.12, AG)
  • Analyse und Produktion von Werbung (Deutsch)
  • Produktion eines kurzen Filmbeitrags (betrifft mehrere Fächer)
  • Filmanalyse: präzise Beschreibung und Auswertung von Filmsequenzen
    (obligatorisch in der Sek II in den Fächern Musik, Deutsch und Englisch)
  • Simulationen von komplexen Zusammenhängen (Geschichte, Erdkunde, Naturwissenschaften)
  • Teilnahme an Onlinewettbewerben (Französisch, Informatik) betrifft alle Jahrgangsstufen
  • Der Rechner als Werkzeug im Mathematikunterricht (alle Jahrgangsstufen)
  • Auswertung von Messergebnissen in den Naturwissenschaften
  • regelmäßige Teilnahme am jährlichen Informatik-Biber-Wettbewerb für die Jahrgangsstufen 5-7 und alle Informatikkurse von Jahrgangsstufe 8 bis Q2
  • Methodentraining in der Sek II:
  • Internet als Informationsmedium ("Internetrallye", Recherchemethoden, Suchstrategien u.ä.)
  • Vorbereitung auf die Facharbeit, aufgabenorientierte Informationsbeschaffung und -aufbereitung, Anfertigung einer formal korrekten wissenschaftlichen Arbeit mit Hilfe von Textverarbeitungsprogrammen
  • Selbstorganisiertes Lernen in der Sek II:
    Die Öffnung bisheriger Unterrichtsformen führt zu einer verstärkten Nutzung des Selbstlernzentrums. Die Schüler können selbstständig an den Computern arbeiten, die Aufsicht wird von Schülern geleistet.

Damit werden allen Schülerinnen und Schülern umfassende Kenntnisse im Umgang mit neuen Medien vermittelt und sie erreichen eine Kompetenzstufe, von der sie im Studium oder Beruf profitieren.

 

IV. Schulspezifisches Qualifizierungskonzept

 

Bisheriger Stand vor Umsetzung des Medienkompetenzrahmens:

Die jeweiligen Fachschaften entscheiden, wann und in welchem Umfang die neuen Medien unter Einbeziehung der entsprechenden Software zum Einsatz kommen.

Ein Kollege hat an der Roberta-Schulung der Hochschule Ruhr-West teilgenommen und die Qualifikation „Roberta-Teacher“ erworben. Damit soll eine bessere Mädchenförderung in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern ermöglicht werden. Dieses Angebot wird durchgeführt, wenn Stundenkapazitäten dafür zur Verfügung stehen.

Die Lernplattform Moodle wurde im Rahmen einer schulinternen Fortbildung etabliert. Zur leichteren Handhabung von Moodle stehen für neue Lehrkräfte kurze Lehrfilm-Clips (Screencasts) zur Verfügung.

Sowohl die Schüler/innen, die in der Erprobungsstufe einer Freiarbeitsklasse angehören, als auch diejenigen, die eine Klasse ohne fest integrierte Freiarbeitsstunden (‚Regelklasse’) besuchen, sollen am Vestischen Gymnasium Lernstrategien und Arbeitstechniken (LAT) frühzeitig kennen, anwenden, überprüfen und bewerten lernen.

Folgende Teilbereiche des Arbeitens mit Medien sind Teil des LAT-Programms der Freiarbeits- und Nicht-Freiarbeitsklassen:

  • Internetrecherche,
  • Textverarbeitung
  • Präsentationstechniken,
  • Moodle,
  • Geogebra (Mathematik)

Ebenfalls dazu gehört die Vermittlung eines sicheren und verantwortungsbewussten Umgangs mit Medien durch den Erwerb des Medienpass NRW 5/6.

Darüber hinaus finden regelmäßig Informationsabende für Eltern zum Thema „Medienerziehung bei Kindern“ in den Jahrgangsstufen 5-6 statt.

Des Weiteren wäre es sinnvoll, wenn unsere Schule am „Safer Internet Day“ teilnimmt.

Einmal im Jahr an einem bestimmten Tag sollen Kinder, Eltern und Lehrkräfte für Risiken bei der Mediennutzung sensibilisiert werden. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien unterstützt den Aktionstag, der seit 2008 jährlich am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats stattfindet. In einer Sammlung von Beiträgen bei Lehrer-Online finden sich neben Informationen zum Safer Internet Day konkrete Anregungen dafür, wie Sie in der Klasse die Medienkompetenzausbildung fördern können.
http://www.lehrer-online.de/1068456.php?sid=50472099380684765644524122412030

Pflege und Wartung der schulischen Computersysteme und des schulischen Netzwerks

Im Rahmen einer wöchentlich stattfindenden AG werden die schulischen Computersysteme und das Computernetzwerk mit tatkräftiger Unterstützung von interessierten Schüler/innen unter Anleitung einer Lehrkraft gewartet, eingerichtet und erweitert. Dabei stehen nicht nur die technischen Aspekte im Vordergrund, sondern auch kreative Beiträge in der Gestaltung der Nutzungsoberfläche, Raumkonzepte und Überlegungen zur bereitgestellten Software.

Die Schüler/innen sind damit in der Lage, Computer selbstständig aufzubauen und einzurichten.