Methodentraining in der Qualifikationsphase (Q 1)

Ansprechpartnerinnen:
Name:van Essen, Karin - VE
Faecher: Deutsch
Latein
Weitere Aufgaben: Ansprechpartnerin für Gleichstellung
Planung/Organisation der Schulprogrammarbeit/Steuergruppenmitglied
Administratorin Homepage (inhaltliche Gestaltung)
Lern- und Arbeitstechniken (LAT)
Methodentraining Facharbeit
Lese-und Rechtschreibförderung 5/6 (BISS)
Fachvorsitz Deutsch
Email: vanessen(at)vestisches-gymnasium(dot)de
 
Frau van Essen
Name:Berka, Anna - BK
Faecher: Mathematik
Sport
Weitere Aufgaben: Fachvorsitz Sport
Methodentraining Facharbeit
Mitarbeit Vertretungsplan
Email: berka(at)vestisches-gymnasium(dot)de
 
Frau Berka
   

Seit dem Schuljahr 2001/2002 findet am Vestischen Gymnasium für die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase Q1ein Methodentraining statt, welches sie auf das Erstellen der Facharbeit vorbereiten, darüber hinaus aber auch ihre methodischen Kompetenzen im Allgemeinen vertiefen und in Richtung auf wissenschaftliche Arbeitsweisen erweitern soll. 

 
 
 
Konzeption des Methodentrainings

 

Das ‚Methodentraining zum Erstellen einer Facharbeit’ besteht  

 aktuell aus drei Bausteinen:
 

 

 

 

 

 

 

Methodentraining zum Erstellen einer Facharbeit (Qualifikationsphase Q1)
Themenfindungstag
Bibliotheksrecherche an der Unibibliothek Duisburg-Essen
2-tägiges Methodentraining
 

Vor dem ‚Themenfindungstag’ ( i.d.R. kurz vor den Herbstferien in der Qualifikationsphase Q1.1) legen die Schülerinnen und Schüler das Unterrichtsfach fest, in welchem sie ihre Facharbeit schreiben wollen, und setzen sich mit den Bedingungen auseinander, die für die Themenwahl in dem ausgewählten Fach von den Fachkonferenzen festgelegt sind.

 

Am Tag selbst werden sie mit unterschiedlichen Facharbeitstypen (Literaturarbeit, Quellenarbeit, Projektarbeit und empirische Untersuchung) und mit Wegen zur Entwicklung von Ideen für eine Themenformulierung, Beispielen für Facharbeitsthemen etc. vertraut gemacht.

Dies geschieht in einer 3-stündigen Veranstaltung, deren erster Teil aus einem einstündigen Einführungsvortrag im Forum besteht und deren zweiter Teil eine zweistündige Arbeitsphase in Gruppen von je maximal 20 Schülerinnen und Schülern darstellt. Die Gruppenaufteilung orientiert sich an den drei Aufgabenfeldern.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mithilfe von eigenständig zu bearbeitenden Materialien bzw. Aufgaben mit der Ideenfindung auseinander, wobei sie Beratung durch einige der die Facharbeiten betreuenden Kolleginnen und Kollegen erhalten. 

 

Auch der Besuch der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen (bisher i. d. R. im Dezember, aus organisatorischen Gründen seit einiger Zeit im Januar) erfolgt in drei Aufgabenfeld-bezogenen Gruppen, die in die Benutzung der Bibliothek sowie in spezielle Suchstrategien (auch zur Themenfindung) eingeführt werden.

 

Das 2-tägige Methodentraining in Modulen zu Beginn der Qualifikationsphase Q1 führt die Schülerinnen und Schüler in folgende Arbeitstechniken zum Erstellen einer Facharbeit ein:

  • Arbeits- und Zeitplanung / Erstellen eines Arbeitspapiers,
  • Zitieren, Fußnoten, Literaturverzeichnis,
  • Strukturieren, Gliedern, Visualisieren,
  • Äußere Gestaltung einer Facharbeit (Praktische Hilfen zur Umsetzung am Computer),
  • Entspannungstechniken.

Auch dieses Training findet in Fachgruppen statt (i. d. R. drei), die an den Aufgabenfeldern orientiert sind.

 Die Betreuung erfolgt durch Kolleginnen und Kollegen, die im jeweiligen Jahr Schülerinnen und Schüler beimSchreiben der Facharbeiten zu betreuen haben. Hinzu kommen einige Lehrer/innen, die für spezielle Module besondere Vorkenntnisse und -erfahrungen mitbringen (beispielsweise im Bereich Entspannungstechniken, Computer o.Ä.).

 
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten auch hier überwiegend selbstständig an Aufgaben und Materialien.

Das Skript ‚Arbeitstechniken zum Erstellen einer Facharbeit’ dient ihnen dabei als Informationsmaterial und Arbeitsanleitung. Die Kollegen und Kolleginnen  übernehmen beratende Funktion.

Inzwischen ist ein gewisser Fundus an Übungsmaterialien vorhanden, auf den zurückgegriffen werden kann und welcher ständig verändert und erweitert wird.

 

Entwicklungsarbeit

Im Rahmen eines Pädagogischen Tages wurden im Jahre 2001 von 6 Lehrerinnen und Lehrern erste Vorstellungen zu einem Trainingsprogramm entwickelt.

Die Konzeption des Methodentrainings wurde anschließend von einer Arbeitsgruppe erstellt, die sich aus 9 Kolleginnen und Kollegen sowie Referendarinnen und Referendaren unterschiedlicher Fachbereiche zusammensetzte.

Das anfangs als 3-tägige Veranstaltung durchgeführte Methodentraining ist in Teilen an den von Heinz Klippert1 entwickelten Trainingsbausteinen orientiert. Es berücksichtigt in seiner Konzeption auch das zu der Zeit an unserer Schule regelmäßig durchgeführte Training der Lern- und Arbeitstechniken (LAT), welches in wöchentlich 2 Unterrichtsstunden für die Klasse 5 (1. Halbjahr) angeboten wurde und die Schülerinnen und Schüler mit Lerntypen-Tests, verschiedenen Lernstrategien, Arbeitsorganisation, Regeln für den Unterricht, Zusammenhängen zwischen Psyche und Lernen sowie Konzentrations- und Entspannungsübungen vertraut machte.

 

Es baut weiterhin auf der Vorstellung auf, dass (so das Ergebnis der Arbeitsgruppe am  Pädagogischen Tag 2001) 

  • zu Beginn der Jahrgangsstufe 7 (G8) sowie
  • zu Beginn (evtl. in der 2. oder 3. Schulwoche) des 1 Halbjahres der Einführungsphase (EP)

weitere Trainingsprogramme2 stattfinden sollten, um durch Wiederholungen, Vertiefungen und Erweiterungen die Methodenkompetenz über den Unterricht hinaus zu verbessern. Bisher konnte die Umsetzung dieses Planes noch nicht erfolgen, aber es existiert zurzeit eine Arbeitsgruppe, die ein Spiralcurriculum zusammenstellt und Vorüberlegungen zu weiteren Methodentagen in der Sekundarstufe I und II trifft.

 

Ein ebenfalls von der Arbeitsgruppe ‚Methodentraining’ verfasstes Skript3 wurde als Arbeitsgrundlage begleitend zu dem Training sowie als ‚Nachschlagewerk’ für die Schülerinnen und Schüler konzipiert. Es enthält u. a. auch die jeweils aktuellen Termine und Vorgaben.  

 

Evaluation

Mithilfe eines Fragebogens für die Schülerinnen und Schüler, die in dem laufenden Jahr Facharbeiten geschrieben hatten, wurde in den Jahren 2001 – 2005 regelmäßig evaluiert, um die Qualität des Trainings und des begleitenden Skripts immer wieder zu überprüfen und die Konzeption aufgrund von Verbesserungsvorschlägen abzuwandeln.  

Dies geschah und geschieht  regelmäßig sowohl in Bezug auf das Skript als auch auf die Organisation sowie die Inhalte des Methodentrainings. Dabei wurden neben den schriftlich abgefragten Meinungen der Schülerschaft auch (mündlich erfragte) Anregungen des Kollegiums und der Arbeitsgruppe selbst berücksichtigt.

 

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1 vgl. Klippert, Heinz: Methoden-Training. Übungsbausteine für den Unterricht, Weinheim und Basel 112000, S. 257 - 263 

2 Als Trainingsbausteine für das erste Halbjahr der  Einführungsphase (EP) wurden während des Pädagogischen Tages Methoden effektiven Lernens und Behaltens (Lerntipps, Lerntypen, Selbstmotivation, individuelle Lernproblematik, etc.), Informationsbeschaffung und –erfassung, , Lesetechniken Leseprotokoll, Heftführung, etc. vorgesehen.

3 Das ca. 40-seitige Skript mit dem Titel „Arbeitstechniken zum Erstellen einer Facharbeit“ enthält allgemeine Hinweise zu zeitlichen und formalen Vorgaben, Hilfen zu Themenfindung, Zeit- und Organisationsplan, Literaturrecherche, Gliederung, Zitiertechnik, etc.

4 Die Einführung in die Merkmale einer empirischen Untersuchung erfolgt in den naturwissenschaftlichen Fächern, im Fach Pädagogik etc. teilweise bereits deutlich früher (ca. bis  Anfang Dezember), da längerfristig angelegte Experimente, Fallstudien u .a. schon frühzeitig begonnen werden müssen.

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